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The Lost Chronicles of Zerzura: Preview

  Personal Computer 

Die Kunst des Rätselerfindens

Sprach- und Klangwelt des Adventures sind gut gelungen. Die im Spiel enthaltene Musik passt sich dem aktuellen Geschehen an, reagiert somit auf eure Handlungen. Und die Sprecher machen einen guten Eindruck, Feodor klingt weder intellektuell überheblich noch dümmlich. Er erscheint auch stimmlich wie ein interessierter, nicht dummer, jedoch schüchterner Mensch. Und auch die anderen Charaktere, die wir bisher antrafen, bekamen passende Stimmen spendiert. Nur selten hatten wir den Eindruck, dass die Vertonung bei einem NPC besser sein könnte. Eigentlich ist es schon fast müssig, bei einem dtp-Adventure auf die gute Qualität des Sounds zu verweisen. Es ist auf jeden Fall schön zu sehen, dass offenbar auch mit kleineren Budgets schicke und klangvolle Spiele entstehen können.

Neben den klassischen Adventure-Rätseleinlagen kommen gelegentlich Minispiele zur Anwendung, um Abwechslung ins Geschehen zu bringen. So sucht ihr per Fernrohr auf einem Schiff nach Anhaltspunkten, mit deren Hilfe auf einer Karte euer aktueller Standort exakt bestimmt werden kann. Und auch bei den Dialogen bemerkt man schon früh, dass man öfter mit anderen Personen ins Gespräch verwickelt wird, was die Unterhaltungen deutlich glaubwürdiger erscheinen lässt. Als Grundlage dient dazu ein Themeninventar, wie man es auch schon aus den vorherigen Titeln kennt.

Wie darf man sich das eigentlich vorstellen bei der Entwicklung eines Adventures? Sitzen da drei Mitarbeiter am Tisch, trinken Kaffee, essen Kekse und machen ein Knobelaufgaben-Brainstorming? Oder werden solche Ideen mitunter extern eingekauft? Egal wie Cranberry an seine Ideen gelangt ist, das Ergebnis ist bislang richtig gut geworden. Als Erfinder bastelt ihr selbstredend so manches zusammen, und vieles davon ist auch sehr logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Doch nicht nur zu findende Gegenstände müssen miteinander kombiniert werden, am Schreibtisch entwickelt ihr beispielsweise die Idee des neuen Fluggerätes und zeichnet euer neues Entwicklungsobjekt anhand von kleineren Skizzen zusammen.

Vorbildlich: Hin und wieder baut Feodor auch Gegenstände wieder auseinander, um sie nochmals für andere Projekte zu verwenden. Objekte könnt ihr direkt aus der Spielumgebung auf andere ziehen, was den Umweg über das Inventar erspart. Ohnehin bleibt euer Rucksack schlank, da ständig Gegenstände aussortiert respektive genutzt werden. Der Schwierigkeitsgrad schwankt noch etwas - hier muss man wohl die finale Version abwarten, um sich ein Urteil erlauben zu können. Aufgrund der schicken und detaillierten Hintergründe kann es mal passieren, dass ihr etwas überseht. Dafür steht euch optional eine Hotspot-Anzeige zur Verfügung. Diese verkürzt jedoch auch die Rätselzeit beträchtlich und sollte daher nicht zu oft genutzt werden. Die gesamte Spielzeit wird - je nach eurem Rätselkönnen - wohl in etwa 12 bis 15 Stunden betragen.

The Lost Chronicles of Zerzura
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Markus Grunow am 26 Dez 2011 @ 17:47
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