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Blackguards 2: Preview

  Personal Computer 

Zudem trumpfen die aufwendig gestalteten Gebiete mit allerhand interaktiven Spielereien auf. So könnt ihr zum Beispiel euren Gegnern mit Kisten den Weg versperren oder diese, um zusätzlichen Schaden zu generieren, auch noch in Brand stecken. Oftmals ist es sehr sinnvoll, der direkten Auseinandersetzung aber einfach aus dem Weg zu gehen oder einen taktischen Rückzug anzutreten und Gegner in enge Passagen zu locken, um deren zahlenmässige Überlegenheit zu einer Nichtigkeit zu machen. Hin und wieder warten auch verborgene oder offensichtlich platzierte Schatztruhen auf euch und gewähren am Ende eines Kampfes eine etwas grosszügiger ausfallende Belohnung. Stellenweise fallen die sonst wirklich grossartigen Schlachten aber etwas zu einfach aus, fordern dann auch eine eher milde Portion taktischer Geschicklichkeit.

Ausserhalb der Kampfareale gibt es dann aber leider nicht sonderlich viel zu entdecken. Anstatt durch das Grün der Wälder zu streifen, wie es für Rollenspiele allgemein üblich ist, flaniert ihr auf einer Schnellreisekarte durch den Süden Aventuriens. Das legt den Fokus natürlich klar auf den Haupthandlungsstrang von Blackguards 2, ohne durch abertausende Sammelobjekte oder Ähnliches abzulenken. Selbst in den grösseren Städten wird Bewegungsfreiheit ganz klein geschrieben. Anstelle enger Gassen, kleiner Geschäfte oder gesprächiger Nicht-Spieler-Charaktere wartet in jeder Stadt ein Verwaltungsbildschirm auf euch, der stark an die Point-and-Click-Adventures aus dem Hause Daedalic erinnert. Entgegen anderer Rollenspiele, bei denen ihr in den Städten Stunden eurer Zeit vertrödelt, kauft ihr hier einfach nur ein paar neue Ausrüstungsgegenstände und Tränke oder sucht ein paar alte und neue Quest-Geber auf, bevor ihr euch wieder ins Getümmel stürzt.


Tuning für die Weltenretter

Selbstverständlich gibt es neben den taktisch orientierten Kämpfen und den recht übersichtlich gehaltenen Stadtpassagen auch ein paar Elemente, die einem Rollenspiel wesentlich gerechter werden. Die Charakterentwicklung, natürlich das A und O eines jeden Rollenspiels, bietet vor allem unerfahrenen Spielern reichlich Beschäftigungstherapie. Eure Helden sammeln nicht wie gewöhnlich Fähigkeitspunkte via Stufenaufstieg, sondern erhalten für jede Aktion, jeden Kampf, jeden umgedrehten Stein Abenteuerpunkte. Die steckt ihr dann auch nicht in einen Talentbaum, den gibt es nämlich nicht. Stattdessen verteilt ihr die Punkte auf acht verschiedene Talente (Körperbeherrschung, Magiekunde etc.) oder diverse Waffentalente, die euren Umgang mit eben diesen verbessern. Oder ihr investiert sie in das Erlernen neuer Zauber, Spezialattacken oder schlicht und einfach in die Aufwertung eurer Vitalwerte. Auch wenn das ganze System sehr komplex gestaltet ist und zu Beginn ein wenig Einarbeitung erfordert, bringen gerade diese Komplexität und die unfassbar sensible Feinabstimmung der Charaktere einen Mordsspass mit sich. Spielern des Vorgängers wird das System aber weitestgehend bekannt sein.

Die 3D-Grafiken und die meist nicht so hoch aufgelösten Texturen können in der vorliegenden Vorschauversion nicht ganz mit den liebevollen 2D-Bildern mithalten, für die Daedalic so bekannt ist. Die Schlachten, die das Schlüsselelement des Spiels darstellen, könnten an der einen oder anderen Stelle auch noch ein paar besser inszenierte Effekte vertragen. Jenseits davon gibt es aber nicht viel zu beanstanden an den grossen und geschmackvoll gestalteten Karten. Demgegenüber stehen die tristen Städte, die mit einem Minimum an Atmosphäre enttäuschen. Der Soundtrack und auch die Synchronisation sind dafür auf ganzer Linie gelungen. Die musikalische Untermalung unterstützt wirklich immer die momentan herrschende Stimmung im grösstmöglichen Mass und hebt die Anspannung auch im hellsten Kerker auf das Maximum.

Blackguards 2
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Patrick Recknagel am 17 Dez 2014 @ 17:50
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