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Dungeons & Dragons Online: First Look

Personal Computer 
Hersteller: Turbine Games
Publisher: Codemasters
Genre: Adventure und Rollenspiel: MMORPG
Wenn die Godfathers of Roleplaying (Wizards of the Coast) ihre Finger im Spiel haben, muss am Ende ein gutes Spiel dabei rauskommen. Denn dann sind die Hersteller verpflichtet, sich streng an bestehende Regelwerke und Designs zu halten. Im Fall vom ersten Dungeons & Dragons-Online-Rollenspiel, Stormreach, muss sich Produzent Turbine Games also richtig ranhalten, um das höchste Level der Produktion zu erreichen.

Das ganze Spektrum eines D&D-RPGs in einem kurzen First Look zu umfassen, klingt nicht machbar. Über drei Jahrzehnte hat das komplexe Regelsystem von Dungeons & Dragons im Ofen geschmort, bis es die heutige Perfektion erreicht hat - wenn man denn von Perfektion in einer ersponnenen Fantasywelt sprechen kann. Aber Rollenspieler aller Länder sind sich meist darüber einig, dass kein anderes Regelwerk so viel Anerkennung verdient hat wie das D&D-System. Was sich also über einen so gigantischen Zeitraum bewährt hat, muss Garant für ein ausgezeichnetes MMORPG sein. Turbine Games hat sich einiges vorgenommen: Nicht nur das Regelwerk der Ausgabe 3.5 von den Wizards of the Coast darf wenig bis gar nicht modifiziert werden. Auch sollen endlich Spielelemente umgesetzt werden, die in jedem bisherigen MMORPG vernachlässigt worden sind.

D&D-Welten gibt es viele. Immer wieder durchgekaut worden sind vor allem die Forgotten Realms - eine beliebte Basis-Kampagne für klassische Rollenspiele, egal ob Pen & Paper oder auf dem Computer. Das soll sich endlich ändern. D&D Online spielt deshalb auf dem Kontinent Xen'Drik, innerhalb des Eberron-Settings. Na und die Stadt, respektive der Teil des Landes, in dem ihr euch bald rumschlagen werdet, heisst Stormreach. Das relativ neue und unbekannte Eberron möchte von den Wizards of the Coast besser vermarktet werden - mitunter einer der Gründe, warum Turbine seine Elfen nun ins Terra Incognita schickt, und nicht dorthin, wo jeder Stein schon fünfmal umgedreht worden ist.

Interessant zu lesen sind schon im Vorfeld zum Beta-Start die geplanten Massnahmen, um das Spiel innovativ werden zu lassen. Ein Spieler-gegen-Spieler-System (PvP) ist nicht geplant, weil das gegen die Grundregeln des D&D-Systems verstiesse. Und, man lese und staune, erledigte Monster bringen keine Erfahrungspunkte. Denn alles, worauf Turbine mit D&D Stormreach setzt, sind Quests. Stormreach soll Abenteuer pur sein und kein stupides Campen an Monster-Spawnpunkten. Dafür gehen schon mal die Daumen nach oben! Das Lösen von Aufgaben, also Quests, kommt dem Punktekonto eurer Figur gut. Von denen soll es schon zum Release des Spiels knapp zweihundert geben. Turbine Software kündigt auch das Kampfsystem als neuartig an, was wir allerdings nur begrenzt so einschätzen. Der Spieler soll sich in Kämpfen nicht mehr zurücklehnen und einfach abwarten können. Vielmehr ist es bald möglich, in bestimmten Situationen (etwa bei schwachen Treffern) die Waffe wechseln zu können, Schilde für die Parade hochzuhalten oder die Unterstützung der Gruppe anzufordern. Das hatten wir alles aber schon in zahlreichen aktuellen MMORPGs. Vielleicht klärt uns der baldige Start der Betaphase mehr über die geplanten Innovationen auf.

Stormreach lebt von einer gigantischen Unterwelt. Gespielt wird also hauptsächlich in Dungeons. Der Clou: Beinahe alle Höhlensysteme sind separate Gruppeninstanzen. Soll heissen, wandert ihr mit eurer Gruppe in einen solchen Dungeon, wird fix eine Kopie davon für euch angelegt, damit euch andere Gruppen beim Questen nicht in die Quere kommen. Das kennt ihr ja sicher bereits aus Everquest 2 oder World of Warcraft. Dabei sollen Veränderungen bis zum Verlassen der Instanz beständig sein. Geöffnete Türen bleiben also geöffnet, eine zerlegte Mauer bleibt zerstört und Monster bleiben tot. Bis auf die Questmonster spawnen gewöhnliche Monster selten erneut.

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Thomas Richter



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Thomas Richter am 17 Okt 2005 @ 20:30
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