GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

1914 - Shells of Fury: Review

  Personal Computer 

Wer gerne als U-Boot-Kommandant auf Zerstörungsjagd geht, hatte in den vergangenen Jahren nicht allzu viel Auswahl an aktuellen Erscheinungen. Die Silent Hunter-Reihe beherrschte das Spiele-Weltmeer nahezu ohne Konkurrenz. Doch nun taucht ein Oldtimer aus den Spielspassfluten auf und torpediert Ubisoft mit günstigem Preis und einem befriedigenden Ergebnis beim Spielspass. Wächst da ein ernstzunehmender Konkurrent im Simulationsgenre heran?

Vermutlich wird man es gar nicht gerne hören beim Publisher, doch die Ähnlichkeit mit der Silent Hunter-Reihe lässt sich nicht leugnen. Zumindest nicht auf den ersten Blick, denn wer sich mit der U-Boot-Simulation von Ubisoft beschäftigt hat, findet sich auch in ?1914: Schalen des Zorns? prima zurecht, da viele der Stationen sehr ähnlich aufgebaut sind. Ungewöhnlich ist jedoch das Szenario, denn statt wie sonst gewohnt im Zweiten Weltkrieg anzutreten, lässt euch rondomedia der Jahreszahl gemäss im Ersten Weltkrieg auf Tonnagenjagd gehen. Auch damals gab es bereits U-Boote, allerdings nahezu ausschliesslich auf Seite der Deutschen. Dementsprechend seid ihr als Offizier der Reichsmarine dann auch unterwegs auf der Suche nach alliierten Schiffen.

Ihr habt die Wahl zwischen mehreren Einzelmissionen und vier Kampagnen, von denen drei bestimmte Abschnitte des Krieges umfassen und die vierte Kampagne die komplette Kriegsgeschichte darstellt. Vier U-Boote stehen euch dabei zur Verfügung im Laufe eurer Seemannskarriere. Vom U-Boot Typ UB I bis hin zum wesentlich moderneren Flotten-Dieselboot, welches bereits mit vier Torpedorohren, einem Geschütz und einem Maschinengewehr ausgestattet war, reicht die Palette. Erzählt wird die Geschichte lediglich mittels Texteinblendungen. Dabei seid ihr zumeist auf Patrouillenfahrt. Erst später, wenn euch das Minen-U-Boot zur Verfügung steht, kommt mehr Abwechslung ins Spiel. Wer die Kampagne absolviert hat, bekommt mit dem Missionsgenerator neues Futter.

Simulationsfans werden aufgrund mangelnder taktischer Tiefe enttäuscht, denn ?1914: Die Schalen des Zorns? spielt sich eher wie eine Mischung aus Enigma Rising Tide und der Silent Hunter-Reihe, spricht also eher den Gelegenheits-Seemann an, denn den puren Realitätsfanatiker. Die Handhabung in den Stationen ist per Maus oder Kurztasten denkbar einfach gehalten. Der Steuerungs- und Informationsbereich ist der SH-Reihe frappierend ähnlich, lässt aber auch Erinnerungen an die alte Silent Service-Reihe wieder hochkommen. Stationen wie das Deckgeschütz oder das MG werden auf Wunsch von der KI übernommen, unterhaltsamer und spannender ist es aber natürlich, dem angeschlagenen Schiff per MG selbst den Rest zu geben. Gelegentlich müsst ihr euch auch gegen attackierende Flugzeuge und Zeppeline erwehren, was meistens eher lästig ist, denn eine spielerische Herausforderung für euch darstellt.

1914 - Shells of Fury
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Markus Grunow

1914---Shells-of-Fury


1914---Shells-of-Fury


1914---Shells-of-Fury


1914---Shells-of-Fury


Markus Grunow am 28 Okt 2006 @ 14:40
oczko1 Kommentar verfassen