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A Vampyre Story: Review

  Personal Computer 

Es liegt nah, diesem Spiel den Claim "Adventure mit Biss!" zu verpassen, wenn schon Bill Tiller von The Curse of Monkey Island für Grafiken verantwortlich zeichnet. Kann aber ein aufgewärmtes Spielprinzip mit dritten Vampirzähnen überhaupt noch richtig zubeissen?

Illustrator Bill Tiller, der beispielsweise LucasArts-Spielen wie The Curse of Monkey Island und The Dig einen grafischen Anstrich verpasst hatte, konnte sich offenbar von seiner Totenstarre befreien: A Vampyre Story, hergestellt von Autumn Moon Entertainment, profitiert dank Tillers Mitarbeit und Erfahrungen vom gleichen grafischen Stil wie die uralten Adventure-Klassiker. Und damit auch von einer Art Hype, der alles umgibt, was mit LucasArts zu tun hat. Autumn Moon setzt gewollt auf allerlei klassische Elemente, die hauptsächlich von den alten Hasen der Adventure-Fangemeinde sehnsüchtig erwartet werden. A Vampyre Story gilt schon jetzt als Musterbeispiel reinkarnierter Adventure-Inhalte, das Altes schmackhaft aufbereitet, sich aber dennoch den Anforderungen der heutigen Zeit zu stellen hat.

Die alten Kleider sitzen noch

Im 19. Jahrhundert tickten die Uhren noch eine Spur anders. Untote Wesen wie Vampire waren bestenfalls mit den richtigen Werkzeugen und einer passenden Technik endgültig aus den Latschen zu hauen. Ist der Holzpflock erst einmal richtig gesetzt worden, war das noch kein Garant für ein friedliches Weiterleben bis ins Rentenalter, denn hinter dem nächsten Baum hätte einem schon wieder ein Werwolf auflauern können. Soviel zur Fantasie.

Viel Einfallsreichtum hat auch die zierliche Opernsängerin Mona De Lafitte, die offenbar gar nicht realisieren möchte, dass sie bereits ein Vampir ist und während ihres Abenteuers ständig irgendwelche Ausreden parat hat. Klingt komisch, ist es auch. Weniger lustig sind die Umstände, in denen Mona lebt. Der böse Vampir-Baron Shrowdy von Kiefer hält die Gute nämlich auf Schloss Warg in Draxsylvanien gefangen. Eine Flucht steht also bevor. Die hat sie nicht allein zu bewältigen, denn ihr zur Seite steht, ... äh, fliegt der kleine Froderick - eine geschwätzige Fledermaus. Das Ziel der beiden: ein freies und aufregendes Leben in Paris!

A Vampyre Story lebt mitunter von den teils langatmigen Dialogen zwischen Froderick und der liebenswerten, naiven Mona. Froderick verdankt seinen Namen übrigens dem französischen Akzent Monas. Beide Protagonisten und auch die anderen Charaktere im Spiel sind ausgezeichnet von Profisprechern synchronisiert worden, wobei allerdings zu bemängeln ist, dass die Gags im Spiel stets stark zwischen superlustig und recht dümmlich schwanken. Die Bewertung derer unterliegt natürlich auch geschmäcklerischen Fragen. In der von uns getesteten Verkaufsversion fiel störend auf, dass einige gesprochene Texte noch nicht eingedeutscht waren. Mona plappert gelegentlich also mit einer anderen, englischen Stimme drauf los.

A Vampyre Story
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Thomas Richter

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Thomas Richter am 01 Dez 2008 @ 12:39
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