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Alpha Black Zero - Intrepid Protocol: Review

  Personal Computer 

Vor über eineinhalb Jahren erschien Alpha Black Zero, der Taktik-Shooter des niederländischen Entwicklers Khaeon, auf dem englischen Markt. Im technisch schnell voranschreitenden PC-Spielebereich eine halbe Ewigkeit, die den Publisher Playlogic aber nicht davon abhielt, das Game erst jetzt in deutschsprachigen Ländern zu veröffentlichen. Eine fatale Entscheidung...

Routine-Auftrag mit Tücken

Kyle Hardlaw, seines Zeichens Teamleiter der Spezialeinheit Alpha Black Zero, wird im 24. Jahrhundert des Massenmordes an unschuldigen Zivilisten angeklagt. Auf der Anklagebank erzählt er in einem Rückblick, wie es zu der Anschuldigung kam, und versucht, die Richter von seiner Unschuld zu überzeugen. Der Rückblick beginnt mit einem Routine-Auftrag, dem ersten des frisch gegründeten Alpha Black Zero-Teams. Da ist die Welt noch in Ordnung für Kyle und seine vier Teamkameraden. Sie sollen eigentlich nur ein paar wichtige Persönlichkeiten von einem von Rebellen belagerten Planeten eskortieren. Im weiteren Verlauf gehen natürlich einige Sachen schief und es kommen Einzelheiten ans Tageslicht, die auf ein Komplott hinweisen, das bis in höchste Regierungskreise reicht.

Nun gut, so viel zur groben Handlung, die zwischen den Missionen ziemlich unspektakulär mit In-Game-Sequenzen weitergesponnen wird. Die Mühe einer kompletten Lokalisierung hat sich der Publisher übrigens nicht gemacht und so ist ausser ein paar deutschen Texten - etwa Untertitel und Missionsbriefings - alles in englischer Sprache gehalten. Nicht mal das HUD wurde übersetzt, aber was soll's. Immerhin ist die englische Sprachausgabe ganz okay und wird von den Charakteren sogar lippensynchron wiedergegeben.

Schon in der ersten Mission wird deutlich, mit welcher Art von Spiel man es hier zu tun hat. Einem Spiel, das man genauso gut als rezeptfreies Barbiturat hätte bewerben und verkaufen können. Allerdings ein Schlafmittel mit Nebenwirkungen. Zwischen den Story-Sequenzen sind nämlich Missionen der langweiligsten Sorte angesagt. So werdet ihr mit eurem Team nach den teils ellenlangen Missionsbriefings in weitläufige und überaus kahle Gebirgslandschaften abgesetzt, um etwa eine Basis zu erreichen oder Techniker zu eskortieren. Die Bedienung erfolgt aus einer Third-Person-Perspektive und ist recht übersichtlich umgesetzt worden.

Dorftrottel als Feindbilder?

Zwischen dem Start- und dem Zielpunkt trefft ihr alle paar Meter auf Gegnergruppen, die an Dämlichkeit kaum noch zu überbieten sind. So gibt es Zeitgenossen, die mit einem lauten Schnarchen auf sich aufmerksam machen und bei Beschuss verängstigt aufstehen und Don't-kill-me-schreiend das Weite suchen. Aber auch deren Kollegen sind nicht gerade helle und landen nach zehn Schüssen vielleicht mal einen Treffer. Wenn die Typen überhaupt ballern, denn nicht selten drehen sie sich orientierungslos im Kreis oder ergreifen die Flucht in Richtung einer Bergwand, an der sie dann verzweifelt versuchen hochzulaufen. Das wirkt dann so dermassen mitleiderregend, dass man auf die armen Verwirrten gar nicht mehr ballern möchte.

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Daniel Boll

Alpha-Black-Zero---Intrepid-Protocol


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Daniel Boll am 08 Apr 2006 @ 15:25
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