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Amnesia - A Machine for Pigs: Review

  Personal Computer 

Einem Gamasutra-Artikel zufolge wollte Amnesia-Schöpfer Frictional Games selbst kein Sequel machen, weil gute Ideen dafür fehlten und die Angst vor einem Misserfolg zu gross war. Statt einen Nachfolger vorerst ruhen zu lassen, fragte man den Dear-Esther-Entwickler thechineseroom, ob er nicht Interesse hätte, sich an einen zweiten Teil zu setzen. Das Ergebnis ist kürzlich in Form von Amnesia: A Machine for Pigs erschienen und enttäuscht in vielerlei Hinsicht.

Wahnsinn im Lovecraft-Stil

Die Geschichte beginnt im Bett des schwerreichen Unternehmers Oswald Mandus. Von einem Fieber geplagt, schreiten wir im Jahr 1899 durch das menschenleere Anwesen, das mit seinen hermetisch abgeriegelten Türen und den Käfigbetten wie ein luxuriöses Hochsicherheitsgefängnis anmutet. Überall verstreute Tagebucheinträge und Notizen, aber auch angebrochene und leere Weinflaschen deuten darauf hin, dass Oswalds Frau bei der Geburt von Zwillingen starb. Eben jene Kinder - zwei Söhne - wurden einige Jahre mehr schlecht als recht von ihm aufgezogen, war er doch mit seinem Fleischverarbeitungsbetrieb und einem wahnsinnigen, grausamen Plan beschäftigt, der die Menschheit von ihrem Abschaum reinigen sollte.

Was anfangs nur anhand von Indizien befürchtet werden kann, wird im Spielverlauf zur grausigen Gewissheit. Tatsächlich hat Oswald Mandus, bevor er dem Alkohol und dem Fieber verfiel, hinter der Fassade seiner Wurstfabrik bestialische Experimente an Menschen durchgeführt. Zunächst an Obdachlosen und jenen, die nicht vermisst werden. Später auch an Personen aus gehobeneren Schichten. Mit chemischer Keule erschuf er Kreaturen, die wie die schweinische Version von Frankensteins Monster wirken und offenbar ein starkes elektromagnetisches Feld ausstrahlen, das Lichtquellen zum Flackern bringt. Entsprechend vorgewarnt sind wir, wenn wir mit angeschaltetem und stets mitgeführtem Handscheinwerfer in meist düsteren Arealen unterwegs sind. Zu Beginn sehen wir die Viecher nur aus der Ferne vorbeihuschen, später müssen wir uns in unmittelbarer Nähe und Dunkelheit um sie herumschleichen, reagieren sie doch auf Geräusche und Licht.

Grusel & Rätsel im Sparprogramm

Leider verlieren die Biester recht schnell ihren Schrecken. Zu berechenbar sind sie in ihren Bewegungsabläufen und Reaktionen. Zu beschränkt in ihrer künstlichen Intelligenz. Leuchten wir ihnen durch ein Gitter oder Wandloch direkt in ihre grässlichen Fratzen, scheint sie das nicht zu tangieren, da sie uns hindernisbedingt nicht erreichen können. Aber selbst die Flucht auf eine Leiter reicht aus, um ihren Klauen zu entgehen - die Fähigkeit, uns auch vertikal durch die Gebiete zu verfolgen, fehlt ihnen. Zugegeben: Taucht urplötzlich so ein Ungetüm hinter uns auf, bleibt nur die adrenalinhaltige Flucht nach vorne. In solchen Momenten vermag A Machine for Pigs wieder für Gänsehaut zu sorgen. Aber das ist leider selten. Viele Leerlaufphasen prägen die meist schlauchartigen Levels.

Amnesia - A Machine for Pigs
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Daniel Boll

Amnesia---A-Machine-for-Pigs


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Daniel Boll am 16 Sep 2013 @ 17:33
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