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Ancient Wars - Sparta: Review

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Immer noch ist der Blockbuster 300 in aller Munde, da treten erneut die Spartaner gegen die Perser an im Kampf um die Vorherrschaft der Antike. Bei Ancient Wars: Sparta gibt es ebenso epische Schlachten zu bewundern und auch das Ägyptische Reich ist mit an Bord. Ob die aufkeimende Hoffnung auf einen Hit sich bestätigt, erfahrt ihr detailliert in unserem Test!

Es ist ein steiniger Weg auf den Olymp!

Das Echtzeit-Strategie-Spiel Ancient Wars: Sparta hätte den Zeitpunkt in Sachen Releasetermin nicht besser wählen können, wo doch der Film 300 nach Frank Millers epischem Comicroman immer noch für Furore sorgt. Die martialischen Schlachten der Spartaner gegen die Übermacht der Perser finden so den Weg von der Kinoleinwand auf euren Monitor. Tatsächlich ist auch das Gemetzel an den Thermopylen, in der Spartanerkönig Leonidas und dreihundert Hopliten bis zu ihrem Tod gegen Xerxes und seine persische Grossarmee kämpfen, als ähnliche Mission vorzufinden. Neben den Völkern der Perser und Spartaner müssen sich zusätzlich auch die Ägypter behaupten, die ebenfalls glänzende Epochen mit vorherrschaftlicher Stellung in der Antike hatten. In den drei Kampagnen geht eure Reise über siebenundzwanzig Missionen, die verpackt sind in einer leider etwas enttäuschenden Story über Macht, Intrigen und Grössenwahn.

Dafür sieht die Grafik der einzelnen Missionen wirklich fantastisch aus, detaillierte Animationen der Einheiten, fast fotorealistisch aussehendes Wasser und die hübschen Landschaften und Gebäude wirken authentisch und unterstreichen die Spielatmosphäre. Die Soundkulisse ist stimmungsvoll und passt gut zur Epoche, wird auf Dauer aber monoton und das nervige Gequatsche eures Beraters schreit nach dem Klebeband. Die eingesetzte Physik-Engine ist ein weiteres Highlight des Spiels und findet hoffentlich als Standard bei weiteren Spielen im RTS-Genre ihre Nutzung. Natürlich ist alles zerstörbar, Gebäude fallen spektakulär in sich zusammen und Einheiten fliegen bei Beschuss mit Katapulten durch die Gegend. Dabei übertreiben die Entwickler allerdings ein wenig, das Abheben der Einheiten würde jeden Olympiaden-Teilnehmer in Sachen Hoch- und Weitsprung vor Neid erblassen lassen. Immerhin können sie so den steinigen Weg auf den Olymp ihrer Götter schneller bewerkstelligen.

Die Gesetze der Schwerkraft und Physik werden ansonsten realistisch angewendet und ihr könnt Reichweitenvorteile oder natürliche Deckungen durch Berge und Wälder strategisch nutzen. Auch die als Verteidigungsanlagen gedachten Holz- und Steinfallen oder Einheiten wie Elefanten, Kamele oder Streitwagen lassen die gegnerischen Horden durch die Gegend purzeln. Diese Bowling-Einlagen machen wirklich Spass und haben als zusätzliches Gameplay-Element besonders in Massenschlachten eine wichtige Bedeutung, denn die Einheiten verlieren dabei einen grossen Anteil ihrer Lebensenergie und brauchen Zeit, um wieder aufzustehen. Eine echte Innovation ist die Berücksichtigung des Windes, die allerdings in hektischen Situationen leider untergeht. Mit Rückenwind segelt ihr zwar deutlich schneller und eure Pfeile fliegen weiter, aber die schlechte Übersicht über das Kampfgeschehen wegen der schwachen Zoomfunktion erfordert die komplette Aufmerksamkeit für eure Einheiten und das Wind-Icon gerät da schnell in Vergessenheit.

Ancient Wars - Sparta
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Michael Loss

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Michael Loss am 29 Apr 2007 @ 16:25
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