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Ascension to the Throne - Der Weg der Kriegerin: Review

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Selten schafft es ein 15-Euro-Spiel in unsere Review-Sektion, werden Titel in diesem Preissegment doch meist aufgrund geringem Umfangs oder mangelnder Qualität als Kurztest abgefertigt. Doch Ascension to the Throne: Der Weg der Kriegerin polarisiert derartig mit Glanz- und Schwachpunkten, dass wir in einem Kurztest unmöglich auf alles hätten eingehen können. Wie schlägt sich das günstige Rollenspiel mit Rundenschlachten?

Vom Findelkind zur schlagkräftigen Walküre

Walküren sind mythologisch betrachtet eigentlich Todesengel oder Dämonen, an die vor allem die alten Wikinger glaubten. Spielheldin Eneya nennt sich zwar eine Walküre, ist jedoch eine menschliche Kriegerin aus Fleisch und Blut, die mit Pfeil und Bogen, Kampfmesser sowie Magiefähigkeiten im Dienste der Orks steht. Die grüne Rasse ist auch gar nicht so bösartig, wie sie vielerorts dargestellt wird. Immerhin adoptierten sie Eneya, nachdem ihre Familie von Verbrechern dahingemetzelt wurde, und zogen sie gross. Abtrünnige Orks sind es, die mit Todeskommandos für den schlechten Ruf ihres Stammes sorgen. Feldherr Jarg will nämlich mit verbündeten Parteien und einer grossen Armee die Menschen ausrotten. Ein Vorhaben, das von den Stammesältesten nicht geduldet wird. Sie beauftragen Eneya, den Verräter ausfindig zu machen und die Menschen zu warnen. Ein schwieriges Unterfangen, hat doch eine dämonische Macht ihre Finger im Spiel.

Ihr steuert Eneya aus einer Third-Person-Perspektive in Echtzeit durch die Inselwelt Annaroth, wobei ihr die Kamera frei drehen und zoomen könnt. Bevor ihr die obigen Hauptmissionen angehen könnt, müsst ihr zunächst die finale Orkprüfung bestehen, nach der ihr zu einer angesehenen Orkkriegerin aufsteigen werdet. Theoretisch wäre die Insel frei begehbar, doch besetzen diverse feindliche Gruppen aus unterschiedlichen Beweggründen wichtige Zugänge. Und weil die Heldin anfangs froh sein kann, alleine gegen ein Rudel Wölfe zu bestehen, müssen treue Gefolgsleute und Truppen her. Diese können in fast allen Dörfern und Städten angeheuert werden, sofern genügend Gold und Autoritätspunkte vorhanden sind. Beides verdient ihr euch, indem ihr Gegnergruppen besiegt, die Spielwelt nach versteckten Schatztruhen absucht oder Neben-Quests erledigt.

Zusätzlich winken natürlich Erfahrungspunkte, die Eneya regelmässig aufstufen. Dann dürft ihr Fähigkeitenpunkte auf Gesundheit, Nah- und Fernkampfschaden sowie Magieresistenz und Zauberkraft verteilen. Die Einheiten selbst leveln nicht mit, sondern werden direkt mit einer bestimmten Stufe und gewissen Fertigkeiten eingekauft. Händler bieten über ein billiges Multiple-Choice-Menü magischen Schmuck an, der Attribute der Heldin oder ihrer Einheiten verbessert. Alter Kram kann allerdings nicht wieder verkauft werden, sondern müllt nach und nach das Inventar zu.

Je nach Intelligenzwert, der gleichzeitig als Manavorrat während einer Schlacht dient, können bei Hexenmeistern verschiedene Zaubersprüche erworben werden, die vor allem im späteren Spielverlauf von grossem Nutzen sind. So könnt ihr dann etwa feindliche Pfeile abschwächen, Teleportationszauber wirken oder die Rüstung eurer Truppen verstärken. Auch Angriffszauber wie Blitze und Feuerbälle sind mit von der Partie. Nach gewissen Hauptmissionen erhaltet ihr oft auch eine bessere Grundausrüstung, die Eneyas Fähigkeiten signifikant steigern. Und dann gibt es da noch eine legendäre Rüstung, die in vielen Einzelteilen in der Spielwelt verstreut liegt.

Einheitenvielfalt

Trotz orkischer Stammeszugehörigkeit seid ihr nicht ausschliesslich auf Truppen aus den eigenen Reihen angewiesen. Ganz im Gegenteil: Durch absolvierte Nebenmissionen schliesst ihr Freundschaften mit anderen Völkern und Rassen, dürft später etwa auf Amazonen, Gladiatoren, Magier, Trolle, Vampire, Werwölfe und Wikinger zurückgreifen. Doch wertet diese rassische Vielfalt nicht allein die Kämpfe auf, sondern auch die Handlung, die mit vielen Wendungen, Intrigen, Bündnissen und interessanten Minigeschichten motiviert. Und das trotz einer spartanischen Präsentation in Form von Textdialogen, die nicht mal vertont oder in animierte Zwischensequenzen eingebettet wurden.

Ascension to the Throne - Der Weg der Kriegerin
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 16 Mai 2008 @ 20:59
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