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Baphomets Fluch 4 - Der Engel des Todes: Review

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"Nur wer wahren Glaubens ist, bleibt verschont", steht auf der Verpackung von Baphomets Fluch 4. Und tatsächlich muss man Adventures schon förmlich anbeten, um über die Macken von George Stobbarts neuestem Abenteuer hinweg sehen zu können.

Als 1996 das Abenteuerspiel Baphomets Fluch die Runde machte, waren Adventure-Fans ausser sich vor Freude. Mittel klassischem Point'n'Click-Interface, wie man es aus den vorbildhaften Lucasarts-Adventures kannte, navigierten die Spieler den etwas tollpatschigen George Stobbart durch ein Szenario, wie es kaum spannender sein konnte. Der britische Entwickler Charles Cecil wob ein abwechslungsreiches Netz aus unterschiedlichen Örtlichkeiten rund um den Globus. Der Clou: Cecil nahm reale Geschichte für bare Münze und ersann eine Rahmenhandlung rund um Geheimgesellschaften innerhalb der Mythologie um Templerorden. Kaum eine andere Adventure-Schmiede sah sich so sehr in der Geschichte verwurzelt, wie Cecils Revolution Software.

Während die Handlung auch im zweiten Teil, Die Spiegel der Finsternis, noch Tiefe hatte und zum Durchspielen ermunterte, sah die Grafik zu dem Zeitpunkt noch etwas platt aus. Denn erst im dritten Teil der Serie, in Der schlafende Drache, verabschiedete sich Revolution Software 2003 von der klassischen 2D-Ansicht und blies die Grafik zu einer dreidimensionalen Theaterbühne auf. Was die echten Baphomet-Fans wiederum verschreckte und wüste Kritik gebar. Dennoch: Auch der dritte Teil verkaufte sich genauso gut wie ältere Spiele der Serie. Denn noch immer waren Handlung, Hintergrund-Musik, Sprachausgabe und ein abwechslungsreicher Plot zu einem typischen Baphomets Fluch verschmolzen. Obwohl der locker-coole George Stobbart eher an einen zarten Bibelverkäufer erinnert, machte es einfach Spass, mit dem humorvollen Protagonisten um die Welt zu reisen, und Rätsel zu knacken - oft an seiner Seite die hübsche Nicole Collard.

Eigentlich war die Serie schon totgesagt, wegen der Einführung der dreidimensionalen Grafik und den rückläufigen Verkaufszahlen von Adventures im Allgemeinen. Aber 2006 ist ein gutes Jahr für Baphomet-Fans: In Der Engel des Todes kehrt Stobbard auf die Bildschirme zurück. Noch immer steht Charles Cecil hinter seiner Figur und verspricht eine gelungene Fortsetzung. Ein Versprechen, das er dieses Mal nicht wirklich einhalten kann.

Baphomets Fluch 4 - Der Engel des Todes
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Thomas Richter

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Thomas Richter am 29 Sep 2006 @ 07:01
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