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Bet on Soldier - Blood of Sahara: Review

  Personal Computer 

Bet on Soldier erzeugte letztes Jahr gemischte Gefühle. Einerseits war da die solide Engine, andererseits eine mehr als schlampige Qualitätskontrolle. Erst drei Patches später, die insgesamt rund 900 MB umfassten, war der Ego-Shooter aus dem Hause Kylotonn Entertainment einigermassen fehlerfrei spielbar, was vor allem für den Mehrspielermodus galt. Trotz allem scheint sich das Spiel gut verkauft zu haben, ist doch jetzt mit Bet on Soldier: Blood of Sahara ein erstes Add-on erschienen, durch das wir uns für euch gequält haben.

Nichts dazugelernt

Schon am Hauptprogramm bemängelten wir damals die verworrene Geschichte um Nolan Daneworth, der Rache an den Mördern seiner Familie nehmen wollte. In Blood of Sahara schlüpft ihr diesmal allerdings in die Rolle des Söldners Max Balding, der in Nordafrika einige Ölquellen hochgehen lassen soll und sich nebenbei an die Spitze der B.o.S.-Liga kämpfen will. Erzählt wird das Ganze mit zwei mageren, fast nichtssagenden Filmchen, die man sich genauso gut hätte sparen können.

Lediglich zwei Missionen gilt es zu erledigen, die wiederum aus insgesamt fünf Levels in einer Wüstengegend und einer Festung bestehen. Das ist nicht nur verdammt wenig, sondern spielt sich je nach Schwierigkeitsgrad entweder todlangweilig oder übelst frustrierend. Die Entwickler hielten nämlich am vielfach kritisierten kostenpflichtigen Speichersystem fest. Ihr könnt also wieder nur an festgelegten Terminals innerhalb einer Mission den Spielstand sichern und müsst dafür siebenhundert beziehungsweise eintausendvierhundert Credits hinblättern.

Die Kohle verdient ihr euch wie eh und je, indem ihr Heerscharen von leicht bis schwer gepanzerten Gegnern eliminiert. Gelegentlich findet ihr die begehrten Scheine auch in zerstörbaren Gefässen. Auch am Wirtschaftssystem hat sich nichts geändert; Munition rüstet ihr weiterhin an Terminals nach und auch eine angeschlagene Rüstung kann von dort aus repariert werden. Vor einer Mission deckt ihr euch ausserdem wieder mit Waffen ein und wählt die B.o.S.-Ligagegner aus, gegen die ihr dann irgendwann in einem der Levels antreten werdet.

Einsame Entscheidung: Langeweile oder Frustration?

Wie bereits erwähnt, sind die drei zur Verfügung stehenden Schwierigkeitsgrade mal wieder so ausbalanciert wie ein Trapezkünstler auf LSD. Auf Rekrut, der leichtesten Stufe, könnt ihr euch geradezu superheldenmässig durch die streng linearen Gebiete metzeln. Selbst drei oder vier Söldner, die gleichzeitig eine Dauerballerei aus nächster Nähe auf euch veranstalten, dringen nur mühsam durch eure Rüstung hindurch, während ihr ihnen etwa mit dem mächtigen Kampfgewehr einem nach dem anderen das Fliegen beibringt. Das unfaire Speichersystem fällt hier natürlich überhaupt nicht ins Gewicht, jedoch solltet ihr euch nicht wundern, wenn nach rund zwei Stunden bereits die Endsequenz über den Bildschirm flimmert.

Bet on Soldier - Blood of Sahara
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Daniel Boll

Bet-on-Soldier---Blood-of-Sahara


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Daniel Boll am 17 Jul 2006 @ 01:19
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