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Biathlon 2006: Review

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Im Wintersport ist Österreich eine Macht. Gerade wenn die Sportler Bretter unter den Füssen haben, regiert die Skisportnation die Welt. Doch in einer Disziplin fahren die Jungs und Mädels den deutschen Athleten seit Jahrzehnten nur hinterher. Im Biathlon können lediglich die Norweger, Russen und gelegentlich auch noch Schweden mit den Deutschen mithalten. Österreich spielt in dieser Kombination aus Langlauf und Zielschiessen nur eine untergeordnete Rolle.


Warum wir dies hier schreiben? Nun, Biathlon 2006 wurde von einem deutschen Team entwickelt. Doch nicht von einem Team, dessen Standort Aufschluss darüber geben würde, dass wir es hier mit Experten zu tun haben. Geronimo Entertainment hat seinen Sitz in Scharbeutz. "Scharbeutz?", hören wir euch fragen. Das liegt an der Ostsee. Wie, ihr wusstet gar nicht, dass dort auch Biathleten ihr Unwesen treiben? Nun, zumindest wissen sie, wie die Sportart funktioniert, denn bereits im vergangenen Jahr präsentierten uns die Macher eine anständige Umsetzung, die jedoch aufgrund optischer Schwächen, ungenauer Steuerung und mangelnder Abwechslung nur für Hardcore-Wintersport-Fans interessant war.

Biathlon, jetzt auch mit kurzen Hosen!

Diesmal war es still im Vorfeld um die Simulation der Ausdauer-Sportart. Kaum Details drangen an die Oberfläche und wir befürchteten bereits, dass wir lediglich einen warmen Aufguss der letztjährigen Version testen dürften. Doch die Überraschung war umso grösser, als wir erkannten, wie viel Mühe sich die Entwickler gegeben hatten, ihr Spiel zu verbessern. Diesmal habt ihr nicht nur die Möglichkeit, euch im Winter als Athlet zu beweisen, sondern könnt in Sommer-Events auch mit Pfeil und Bogen durch die Wälder flitzen. Die Steuerung ist dabei sehr ähnlich, lediglich am Schiessstand geht es etwas gemächlicher zu. Kein Wunder, muss doch jedes Mal der Bogen zunächst gespannt werden, bevor ihr die nächste Scheibe anvisieren könnt. Dies geht bei den Gewehrsalven, die ihr sogar im Stile eines Sven Fischer blitzschnell ablassen könnt, wesentlich fixer. Doch wer ausgepumpt am Schiessstand ankommt, wird so seine Probleme haben, die kleinen schwarzen Scheiben zu treffen, denn zu stark schwankt der Gewehrlauf hin und her. Die spielerische Herausforderung beim Schiessen ist beträchtlich, der richtige Zeitpunkt für den Schuss muss gut gewählt sein, sonst droht eine zeit- und kraftraubende Strafrunde.

Gleich das erste kleine Rennen macht den Unterschied zur 2005er Version mehr als deutlich: Hier hat sich erstaunlich viel getan. Auf wesentlich schöner gestalteten Strecken laufen wir der Konkurrenz nun hinterher auf der Jagd um einen der begehrten Podestplätze. Abseits der Loipe läuft unser Trainer sehr realistisch ein paar Meter in unserem Tempo mit, um uns neue Instruktionen ins Ohr zu brüllen. Fahnenschwenkende Fans warten im Stadion auf uns und gelegentlich tauchen sogar Fahrzeuge auf, die über eine der Brücken huschen. Schicke Seen abseits der Strecke, kleine Wäldchen, Werbebanden und Heissluftballons bereichern die Aussicht. Unterschiedlich stark fallender Schnee beeinträchtigt die Sicht, bei raschen Abfahrten verwischen die Schneeflocken sogar vor unserer Nase. Das Streckendesign erinnert sehr an die aus der Weltcupszene bekannten Rennen. Starke Anstiege, knackige Abfahrten und kurvenreiche Waldstrecken lassen so schnell keine Langeweile aufkommen. Dennoch geht es für ein Skispiel natürlich sehr gemächlich zu.

Biathlon 2006
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Markus Grunow

Biathlon-2006


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Markus Grunow am 30 Dez 2005 @ 19:56
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