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Bionic Commando: Review

  Personal Computer 

Von einem Wolkenkratzer in die Tiefe springen, ungesichert dem harten Boden entgegenrasen, den Luftzug spüren und dann in letzter Sekunde die Rettungsleine abschiessen und so cool wie kaum einer zuvor knapp vor dem Boden wieder in die Höhe schwingen - ja, das konnte bisher nur einer auf PC und Konsolen richtig cool, nämlich Marvel-Superheld Spider-Man. Doch die Zeiten von milchgesichtigen Studenten im hautengen, rot-blauen Dress sind jetzt vorbei, denn Spencer is back. Wer ist Spencer? Na der Kerl in der Todeszelle, der Mann mit dem "abben" Arm, der verbitterte Ex-Nationalheld, der bionische Supertyp. Klingelt's? Spencer ist der Held im Remake von Bionic Commando, dem Klassiker aus den späten 1980ern. Wobei das Remake am Ende schon eher einer Fortsetzung gleichkommt. Wie gut die PC-Version der Neuauflage ist, haben wir herausgefunden.

Hallo Spencer!

Na ja, so ganz als Fortsetzung kann man Bionic Commando wohl doch nicht sehen. Es gibt da schon diverse Unterschiede zum über 20 Jahre alten Original. Der vermeintliche Held heisst immer noch Spencer, diesmal allerdings Nathan Spencer. Spencer wird aus der Todeszelle geholt. Gelandet ist er dort, weil die Regierung alle bionisch veränderten Krieger verbannt oder verurteilt hat, nachdem sich die Bevölkerung von ihnen abgewandt hat. Blasphemie, möchte man meinen. Immerhin rettete der mit einem bionischen Stahlarm ausgestattete Spencer einst die Welt. Entsprechend verbittert ist Spencer auch, der in den wenigen, aber guten Zwischensequenzen von Faith No More-Sänger Mike Patton gesprochen wird, als er aus dem Todestrakt befreit wird.

Warum aber wird Spencer, zumindest vorerst, begnadigt? Nun, es ist Not am Mann, vornehm ausgedrückt. Man könnte auch sagen, die Kacke ist am dampfen, aber das würde ja ins Vulgäre abdriften. Die Millionenstadt Ascension City wurde von einer nuklearen Superbombe zerfetzt. Wo einst das blühende Leben war, sind nun Krater, brennende Strassenzüge und qualmende Hochhäuser zu sehen. Die Regierung vermutet abtrünnige Soldaten hinter dem Anschlag und sendet Spencer ins Krisengebiet, um der Lage Herr zu werden. Der freut sich natürlich wie ein frisch gefülltes Cordon Bleu, dass er wieder einmal den Kopf für seine sprunghaften Vorgesetzten hinhalten darf. Immerhin wird er für diesen Auftrag endlich wieder mit seinem bionischen Superarm ausgerüstet, der nicht nur als durchschlagskräftige Waffe funktioniert, sondern als Greifhaken ein spielentscheidendes Element darstellt.

Ground Zero

Hat Spencer sich endlich in seinen Superarm eingeklinkt und die ersten feindlichen Schergen ausgeknockt, findet sich der Held in einer zerklüfteten Strassenschlucht wieder. Überall brennt es, vereinzelt hört man die Alarmanlagen von Autos in den erschütterten Strassenschluchten, und urplötzlich stürzt einige hundert Meter vor uns ein kompletter Wolkenkratzer in sich zusammen. Die Staubwolke walzt sich den Strassenzug entlang und hüllt das gesamte Szenario kurz in einen gespenstischen Grauschleier. Hier werden unweigerlich Erinnerungen an den 11. September 2001 präsent - ein reichlich profanes Mittel, um eine beklemmende Atmosphäre zu erzeugen. Aber es funktioniert.

Bionic Commando
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Tobias Kuehnlein

Bionic-Commando


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Tobias Kuehnlein am 02 Sep 2009 @ 21:09
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