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Black Mirror II: Review

  Personal Computer 

Black Mirror war das Spiel, welches unsere Adventure-Testerin Birgit zu einem richtigen Fan des Genres gemacht hat. Damit ist sie sicherlich keine langjährige Rätselknackerin am PC, doch hat sie seitdem kaum ein virtuelles Abenteuer ausgelassen und alles in sich aufgesogen, was auch nur ansatzweise den Namen Adventure verdient hat. Nun also, satte fünf Jahre später, schiebt sie den Nachfolger ins Laufwerk und freut sich auf eine neue Geschichte rund um das berüchtigte Schloss.

Doch zunächst überrascht uns das Spiel, denn statt im verregneten England, halten wir uns im amerikanischen Bundesstaat Maine auf. Zwölf Jahre nach den Ereignissen um Black Mirror beginnt das Abenteuer in einem kleinen Fischerdorf. Ihr übernehmt die Geschicke eines jungen Physikstudenten namens Darren Michaels. Darren hat es derzeit wahrlich nicht leicht im Leben. Seine Mutter liegt offenbar in einer Art Koma, ihr scheinbar verwirrter Geist kommt nur gelegentlich an die Oberfläche. Dann brabbelt sie etwas von "Gehe nicht durch diesen Spiegel!" und Darren versteht natürlich nur Bahnhof.

Doch nicht nur, dass Darren um den Gesundheitszustand seiner Mutter fürchten muss. Dazu kommt dann auch noch, dass ihn ein Unbekannter zu verfolgen scheint. Dazu noch einen fiesen Chef auf der Arbeit im Fotoladen, das Leben könnte wahrlich schöner sein für unseren Helden. Das mag der Grund dafür sein, dass Darren auf seine Mitmenschen nicht sehr charismatisch zugeht. Darren ist ein sarkastisch agierender Typ von Kerl, der offenbar nicht viel für seine Mitmenschen übrig hat. Zumindest dringt das in den Dialogen mit seinen Gesprächspartnern mit zunehmender Spieldauer immer mehr durch. Ist man anfänglich noch durchaus angetan von der einen oder anderen zynischen Bemerkung, wird dies immer nerviger, bis man selbst für den eigenen (!) Charakter nur noch so etwas wie Verachtung übrig hat.

Denn selbst wenn Darren mal auf richtig freundliche Mitmenschen in der Handlung trifft, verhält er sich viel zu oft wie ein waschechter Blödmann. Man könnte hier durchaus auch etwas härtere Ausdrücke verwenden, aber wir wollen einfach mal festhalten, dass Darren alles andere als ein herzensguter Kerl ist - zumindest hat er eine verdammte harte Schale. Denn mit der Art, was und vor allem wie er etwas sagt, sorgt der Physikstudent dafür, dass die Bezeichnung "sympathisch" schnell vergessen ist. Sicherlich ist es Geschmacksfrage, ob man mal so einen richtigen Kotzbrocken spielen möchte oder lieber den üblichen lieben Kerl, der bei den meisten der Gesprächspartner gut ankommt und sich mit geschickter Gesprächsführung die Informationen beschafft. Bei uns jedoch zündete die Idee nicht, Darren als vom Leben genervten Misanthropen darzustellen, auch wenn er sich im Verlauf der Handlung ein klein wenig öffnet und nicht mehr komplett nur als garstiger Coolman auftritt.

Black Mirror II
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Birgit Grunow


Black-Mirror-II


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Birgit Grunow am 07 Okt 2009 @ 14:54
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