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Boiling Point - Road to Hell: Review

  Personal Computer 

Jetzt rappelt´s im Gebüsch: Saul Myers, Fremdenlegionär im Ruhestand, reist nach Bolivien, um nach seiner entführten Tochter zu suchen. Dort im Dschungel erwartet euch eine Mischung aus Shooter-Spektakel und Rollenspiel. Wer´s mit der Rolle nicht so ganz genau nimmt, kommt trotzdem irgendwie durch.



Eigentlich hatte Saul Myers längst die Legionärsausrüstung in den Schrank gehängt. Ruhestand in Paris. Aber schon das Intro von Boiling Point zeigt, dass der gute Mann mit der unschönen Fratze noch immer seine Kampfstiefel trägt. Praktisch, denn ein Anruf informiert ihn über das Verschwinden seiner Tochter, sodass er gleich wieder losstiefeln kann zu seinem nächsten Einsatz. Das Mädchen ist Reporterin und hatte wohl einen Bericht aus einer Krisenregion heraus geplant. Erste Hinweise führen Saul nach Bolivien, ins nicht ganz so reale Realia. Dort erwarten ihn heisses Dschungelklima, korrupte Regierungsbeamte, eine gefestigte Drogenmafia und jede Menge Landschaft mitsamt Wildwuchs. Viel zu tun also im Genremix von Deep Shadows.

Trip ins Unbekannte

Wer schonmal einen Blick in ein Reisemagazin über Kuba geworfen hat oder selbst schonmal dort war, kann sich so ungefähr Realia vorstellen. Hier rauchen die Einwohner noch genüsslich Zigarren unter ihren breiten Sonnenhüten, schleppen gemütlich ihre Einkaufstaschen durch die Strassen und legen sich in wilden Feuergefechten mit Aufständischen an. Jawoll - hier geht´s also doch noch drunter und drüber. Und ihr müsst euch bei eurer Erkundungstour durch das Terra Incognita für die richtige Seite entscheiden. Bei der Wahl von Verbündeten, Auftraggebern für Mini-Jobs und Informanten habt ihr nämlich freie Wahl. Denn Boiling Point verspricht eine sehr flexible Spielweise.

Dann kann es schonmal passieren, dass ihr für die Drogenmafia geheime Dokumente aus der Basis der Regierung schmuggeln müsst, kleinere Kill-Jobs erledigt oder Botenjunge spielt. Dafür gibt´s in den meisten Fällen Bares oder wichtige Informationen für euer Missionslogbuch. Geld ist sehr wichtig. Denn davon kauft ihr Medikamente, Nahrung, Schutzwesten, Munition, Waffen oder das Vertrauen von bestechlichen Einwohnern. Viele Wege führen dabei zu einem prallen Portmonee. Ihr könnt auch als Bösewicht Zivilisten abmurksen, diese durchsuchen und euch mit dem Inhalt ihrer Taschen aus dem Staub machen. Das geht allerdings auf Kosten eures Rufs bei verschiedenen Fraktionen. Ist der Ruf erstmal ruiniert, ist er schwierig wieder aufzubessern.

Realia erstreckt sich über zahlreiche Quadratkilometer Landschaft. Da keine Landschaftsteile nachgeladen werden, sondern alles an einem Stück euren RAM-Speicher auffrisst, verwundert auch kaum die lange Ladezeit beim Starten des Spiels. Doch habt ihr die Hürde genommen, entpuppt sich Realia als recht anschauliches Örtchen. Vor allem die zahlreichen Bäume, Büsche und Gewässer machen das Reisefeeling echt. Da stören die etwas matschigen Texturen und schroffen Objektkanten gar nicht weiter. Die Architektur der Gebäude aus der Hauptstadt des Spiels kommt glaubhaft auf den Bildschirm. Dann und wann flattern auch mal einige Paradiesvögel vorbei und kleinere entlegene Dörfer laden zum Zwischenstopp ein. Ganz hübsch. Fünf-Sterne-Urlaub garantiert trotzdem weiterhin nur Far Cry.

Boiling Point - Road to Hell
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Thomas Richter

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Thomas Richter am 01 Jun 2005 @ 12:14
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