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BreakQuest: Review

  Personal Computer 

Die späten 80er Jahre waren die Geburtsstunde mehrerer interessanter Spieldesigns, die auch heute noch erfolgreich in die Moderne konvertiert werden können. Vorausgesetzt, der Hersteller versteht sein Handwerk und passt das neue Spiel dem Zeitgeschehen an. Das ist Nurium Games mit BreakQuest mehr als gelungen.

Es gibt Spiele, für die können Pixel gar nicht gross genug sein. Tetris beispielsweise. Kantige Klötzchen fallen dort scharenweise vom Himmel, müssen dann richtig angeordnet werden, bis sie wieder von der Bildfläche verschwunden sind. Zwei dicke Balken reichen aus, um aus einer simplen Form ein bedeutendes Spielelement entstehen zu lassen. So einfach ist das und Klagen über Grafikruckler gibt es nicht. Trotz der mageren Grafik von Tetris feiert das Spiel fast schon zwei Jahrzehnte einen immensen Erfolg, vor allem dank eines fesselnden Spielprinzips, das sogar Frauen verstehen. Annähernd ebenso beliebt waren Ende der 80er Jahre so genannte Breakout-Spiele, wie beispielsweise der Klassiker Arkanoid. In diesen sind die Klötzchen schon auf dem Schirm und müssen lediglich mit einem Ball abgeschossen werden. Nuriums BreakQuest ist auch so ein Spiel - und damit trifft der Hersteller voll ins Schwarze.

Die Grundsanierung alten Mauerwerks

Gewöhnlich reichte es für Breakout-Klone aus, mehr oder weniger das uralte Spielprinzip unter neuem Namen zu verkaufen. Am unteren Bildschirmrand bewegt ihr dazu horizontal einen Balken (Schläger), der den Ball in unterschiedlichen Abprallwinkeln ins Spielfeld zurück schleudert. Zerstört dieser Ball Steine, kommen Extras zum Vorschein, die mit dem Schläger aufzufangen sind. Verpatzt ihr es, den Ball abzufangen, verliert ihr einen Balken (Leben). Sind alle Steine von der Spielfläche geputzt, geht?s in die nächste Runde, mit weiteren Steinen in einem anderen Arrangement. Und weil es für Spieledesigner nicht allzu schwer sein dürfte, eine funktionierende Ballphysik zu programmieren und Klötzchengrafiken abwechslungsreich auf Bildschirmgrösse zu platzieren, sind schnell an die hundert Spielstufen in einem solchen Spiel-Klon verpackt. Soweit gibt es zwischen allen Breakout-Klonen nur wenige Unterschiede.

Pfiffiger müssen die Entwickler allerdings dann sein, um mit den genannten Extras ein simples Spiel um innovative Ideen zu bereichern. Bisher zählten zum Standardrepertoire etwa Schusswaffen, mit denen der Spieler aus einer Kanone feuernd gezielt Steine zerstört. Oder es wird ein Magnet auf den Balken montiert, der den Ball bei Berührung festhält. So könnt ihr ihn gezielt an gewünschter Stelle in Richtung der Steine schleudern. Andere Extras bremsen euren Schläger aus, beschleunigen ihn oder erhöhen die Durchschlagkraft des Balls. Auch wenn die Euphorie über diese Zerstörungskraft gross ist, darf der Ball nie ausser Acht gelassen werden, sonst ist er futsch. Das wird euch in BreakQuest allerdings sehr schwer fallen.

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Thomas Richter

BreakQuest


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Thomas Richter am 15 Jan 2006 @ 13:55
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