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Burnout Paradise: Review

  Personal Computer 

Halt, Augenblick, stopp! Burnout Paradise für den PC? Da stimmt doch was nicht! Nein, liebe Leser, es hat alles seine Richtigkeit. Die Entwickler aus dem Hause Criterion haben sich tatsächlich an das nicht ganz unproblematische Anliegen gewagt, einen etablierten Konsolen-Titel für den PC zu portieren. In letzter Zeit glänzten solche Portierungen nicht gerade durch Qualität oder technisches Feingefühl, uns allen ist noch die zumindest aus technischer Sicht desaströse PC-Portierung von Saints Row 2 vor einigen Wochen im Gedächtnis. Kann Criterion das besser? Wie gewagt ist es, eines der schnellsten und schönsten Arcade-Rennspiele der Videospiel-Geschichte auf den PC zu bringen? Wir haben die Antwort.

Draufholzen und Durchbersten

Burnout Paradise ist ein Rennspiel, dass sich selbst nicht zu ernst nimmt. Alle Simulations-Fans sollten sich das Wörtchen Arcade ganz oft durch den Kopf gehen lassen, ehe sie zum PC-Debüt der Burnout-Reihe greifen. In Burnout sitzen nämlich keine Fahrer am Steuer der Fahrzeuge, dasselbe gilt für die Autos im übrigen Strassenverkehr der Grossstadt Paradise City. Alle Vehikel sind leer und werden augenscheinlich von Geisterhand gesteuert. Auch Fussgänger gibt es keine. Abgesehen von den vermummten Fahrermodellen auf den Motorrädern, die ihr steuern könnt, gibt es im gesamten Spiel nichts, was auch nur annähernd an einen Menschen erinnert. Das ist der Tribut, den die Entwickler einer niedrigen Altersfreigabe zollen, denn in Burnout Paradise geht es, wie in jedem anderen Titel der bis dato konsolenexklusiven Serie, um das brachiale Crashen von Fahrzeugen. Wer also keine Angst hat vor dem exzessiven Gebrauch eines Nitro-Boosts, sich nichts dabei denkt, wenn er mit 250 Meilen pro Stunde eine 90 Grad-Kurve nimmt und es moralisch nicht verwerflich findet, sich an sich in Zeitlupe verformenden Fahrzeug-Karosserien zu ergötzen, der sollte einen genaueren Blick riskieren.

Burnout Paradise, das nun ziemlich genau ein Jahr nach der Veröffentlichung für die PlayStation 3 und die Xbox 360 auch für den PC erscheint, orientiert sich erstmals in der Geschichte der Burnout-Reihe spielerisch neu. Statt wie in den vorherigen vier Titeln - die Handheld-Ableger und Burnout Dominator für die PlayStation 2 nicht mitgezählt - auf linearen Einzelstrecken Vollgas zu geben, eröffnet sich dem Spieler in Burnout Paradise eine relativ offene und völlig frei befahrbare Stadt inklusive Umland und zahlreichen Kreuzungen und Verzweigungen. Das ist vor allem für Kenner der Serie enorm ungewohnt, da man sich bisher beim Burnout spielen nicht grossartig um den Streckenverlauf kümmern musste und sich bei der nächsten scharfen Kurve mit dem Boliden einfach in die Leitplanke geschmissen hat. In Burnout Paradise aber seid ihr ohne ständige Blicke auf die Minimap oder den rudimentären Kompass im HUD recht schnell aufgeschmissen, zumal ihr in den zahlreichen Rennen nur den Start- und Zielpunkt vorgegeben bekommt und euch dann selbst die schnellste Route suchen müsst.

Kulissenbau

Vor allem Einsteiger dürften im ersten Moment also davon überfordert sein, auf die enorm cleveren Gegner zu achten, nicht am nächsten Brückenpfeiler hängen zu bleiben und trotzdem die nächste Abzweigung zu erwischen - und das beim wohl irrsinnigsten Geschwindigkeitsgefühl der Spiele-Geschichte. Es bedarf also etwas Einarbeitungszeit in Paradise City, wobei das Spiel fairerweise in den ersten drei Spielstunden einen recht moderaten Schwierigkeitsgrad stellt, ehe dieser im späteren Verlauf ordentlich anzieht.

Burnout Paradise
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Tobias Kuehnlein

Burnout-Paradise


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Tobias Kuehnlein am 22 Feb 2009 @ 13:43
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