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CITIES XL 2011: Review

  Personal Computer 

2009 war ein Jahr, das einem weiteren ambitionierten Publisher den Kopf gekostet hat. Monte Cristo war gerade dabei, seinen Ruf als Experte für City-Builder weiter auszubauen, konnte sich mit Cities XL aber nicht gegen den Platzhirsch SimCity durchsetzen. Die von Monte Cristo eingebrachten Ideen waren allerdings ausbaufähig und konnten dem Genre endlich wieder ein wenig mehr Realismus und technische Tiefe verleihen. Der MMO-Einschlag war jedoch ein Flop, für den niemand gern Monatsgebühren berappt hat. Die Entwickler verabschiedeten sich mit einem späteren Patch, der sogar ein öffentliches Nahverkehrsnetz erlaubte. Danach mussten sich die Programmierer anderen Aufgaben widmen, um nicht am Hungertuch zu nagen.


Die Anschaffung von Cities XL 2011 können die Spieler sozusagen als erfolgreichen Wahlkampf verstehen. Sie wurden zum Bürgermeister ihrer eigenen Metropole gewählt. Der Haken an der Sache: Diese befindet sich noch auf den Blaupausen des Stadtplaners - und der ist mit dem Bürgermeister identisch. Es kommen also eine Menge Aufgaben auf den frischgebackenen Politiker zu. Wer hätte gedacht, dass ein Bürgermeister solch weitreichende Aufgaben zu bewältigen hat? Glücklicherweise steht zumindest in der Tutorialphase ein Berater zur Seite, der immer wieder hilfreiche Tipps gibt und natürlich die grundlegenden Spielzüge erklärt.

Auf dem Weg ins Wachstum

Im späteren Spielverlauf hält sich unser Berater vornehm zurück - leider auch dann, wenn man ihn wirklich einmal gebrauchen könnte. Beispielsweise ist das Handelssystem nun ein wenig abgeändert worden, da die Entwickler die Social-Network-Komponente herausoperiert haben. Diese hatte in Cities XL noch den MMO-Charakter unterstreichen sollen, versetzte letzten Endes dem Spiel aber auch den finalen Stoss. Kaum jemand wollte Abo-Gebühren für einen Mix aus Aufbau-Strategie, sozialem Netzwerk und MMO zahlen. Wozu auch? Free2Play-Browsergames nutzen ein ähnliches Prinzip, ziehen dabei allerdings auch mehr Casual-Publikum an. Wenigstens blieb es den Spielern selbst überlassen, ob sie auf den Deal eingehen wollten oder eben nicht.



CITIES XL 2011 Bild
Das Kernstück sind aber natürlich die Aspekte, in denen gebaut wird. Mit einer einsamen Strasse wird der Grundstein zu einer Grossstadt gelegt, die sich zum wabernden Schmelztiegel allen wirtschaftlichen Lebens entwickeln kann, mitunter sogar zum riesigen Moloch wächst, der selbst dem Stadtherrn den Überblick verlieren lässt. Bevor diese besagte Strasse im Nirgendwo endet, kann sie nämlich Abzweigungen nehmen, zentral an Arbeitersiedlungen vorbeilaufen und deren Anwohner schnell zu Industriezentren bringen. Auch ein schickes Rathaus darf nicht fehlen, eine Börse macht sich auch nicht schlecht und Unterhaltungstempel zur allgemeinen Zerstreuung braucht der moderne Ort von Welt sowieso.

CITIES XL 2011
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Martin Weber

CITIES-XL-2011


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Martin Weber am 03 Dez 2010 @ 07:25
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