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Cannon Fodder 3: Review

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Mit Satire konnte die BPjS (heute BPjM) Anfang der 1990er-Jahre wenig anfangen. Zu brutal war es für sie, in Cannon Fodder winzige Soldaten als namensgebendes Kanonenfutter zu missbrauchen, weshalb das Spiel und auch der 1994 veröffentlichte Nachfolger irgendwann auf dem deutschen Index landeten. Nun, gut 18 Jahre später, versucht der russische Spielehersteller GFI, die alte und damals wahrlich berühmte Marke mit Cannon Fodder 3 neu zu beleben. Das Resultat ist allerdings nicht sonderlich spektakulär.


In den Krieg

Obwohl Rechteinhaber Codemasters den Russen die Lizenz für ein Cannon Fodder überliess, ist Cannon Fodder 3 bisher nur in englischer Fassung bei dem Online-Dienst GamersGate erhältlich. Ob es jemals als normale Handelsversion im deutschsprachigen Raum veröffentlicht wird? Das ist noch unklar. Inhaltlich dürfte sich dann aber eh nicht viel ändern. Wie schon in den beiden Vorgängern gilt es auch hier, eine Truppe von Frischlingen in den Krieg zu führen. Die Rekruten sind genauso unerfahren wie ihre Vorfahren. Das wird auch in dem ziemlich grenzdebilen und echt nicht witzigen Intro deutlich. Ein paar Weicheier lassen sich von ihrem Offizier zurechtstutzen, danach gibt's etwas Krawall und Ballerei. Das Video ist schlecht aufgelöst und stimmt nicht überzeugend auf das eigentliche Spiel ein. Doch man sollte sich nicht davon abschrecken lassen und dem Titel eine Chance geben.

Das Ziel ist es, mit seinen Einheiten von einer klassischen Schräg-oben-Perspektive durch diverse Schauplätze zu pilgern, um allerlei Aufträge zu erfüllen. Interessant an Cannon Fodder 3 ist, dass man den Trupp entweder im Stil eines typischen Echtzeitstrategiespiels navigiert oder stattdessen die WASD-Tasten verwendet. Mit zweitgenannter Variante spielt sich das Werk deutlich actionreicher. Die Missionsziele sind anfänglich eher öde und nicht sonderlich kreativ: In einer Art blödem Tutorial erlernt man das Schiessen (linke Maustaste) oder das Werfen von Granaten (rechte Maustaste). Die Entwickler hätten sich aber eh den lahmen Einstieg sparen können, denn die ersten drei Missionen sind noch sehr überschaubar: Hier Gebäude zerstören, da Gegner ausschalten. Nichts Besonderes halt, und ganz im Stil der vorherigen Episoden. Im Gegensatz zu anderen Genrevertretern verfügt man aber über eine vorgegebene Anzahl an Soldaten, um die Missionen abzuschliessen. Wird der Trupp erledigt, muss die jeweilige Herausforderung neu gestartet werden. Genau dieser Aspekt sorgt dafür, dass man bemüht ist, mit seiner Armee bedacht umzugehen.

Cannon Fodder 3 Bild

Tiefgang

Überraschenderweise wird Cannon Fodder 3 ab der vierten Mission deutlich interessanter, kommen hier doch erstmals komplexere Mechanismen zum Einsatz. Beispielsweise können die eigenen Soldaten in mehrere Gruppen untergliedert und auf Knopfdruck zwischen diesen gewechselt werden. Zusätzlich steigen sie im Rang auf, wodurch sie besser mit ihren Waffen umgehen und damit freilich effektiver die putzig ausschauenden Terroristen zerlegen können. Stirbt ein erfahrener Soldat, hat man allerdings Pech, denn die nachrückenden Einheiten beginnen wieder auf der niedrigsten Stufe. Schade, dass hier nicht ersichtlich ist, wann ein Aufstieg erfolgen wird.

Cannon Fodder 3
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Sven Wernicke

Cannon-Fodder-3


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Sven Wernicke am 22 Feb 2012 @ 17:02
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