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Captain Morgane and the Golden Turtle: Review

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Mit dem Inselabenteuer So Blonde konnte Wizarbox uns im Jahr 2008 zwar nicht zu Begeisterungsstürmen hinreissen. Doch das Spiel hatte mit seinen Anleihen an alte Klassiker, sowie seinen stellenweise charmanten Witz dennoch seine Stärken vorzuweisen. Der gehobene Schwierigkeitsgrad sorgte zudem dafür, dass auch Profis gefordert wurden. Das sieht nun beim ähnlich gestalteten Abenteuer Captain Morgane and the Golden Turtle jedoch gänzlich anders aus.

Ein Kinder-Piratenabenteuer?

Kapitänin eines Piratenschiffes zu werden, diesen Traum möchte sich die attraktive brünette Morgane Castillo verwirklichen. Damit träte sie in die Fusstapfen ihres Vaters. Dieser lässt den Traum an ihrem 17. Geburtstag Wirklichkeit werden und übergibt ihr ein kleines Schiff samt Mittel für eine dazugehörige Mannschaft. Die Crew muss sie jedoch selbst zusammenstellen und zudem einen Auftrag an Land ziehen, welcher entsprechende Einnahmen verspricht. Das Problem ist schnell gelöst, denn ein reicher Kaufmann sucht gerade nach einem Boot, welches er für seine Zwecke chartern kann. Als Ziel gilt ein sagenumwobener Schatz, die goldene Schildkröte, dessen Mythos von vielen belächelt wird. Kein Wunder also, dass Morganes Vater wenig Begeisterung zeigt, als er vom Vorhaben seiner Tochter erfährt. Trotzdem zieht es die schöne Tochter auf See, und die Suche nach dem Schatz kann endlich beginnen. Hinweise zum Ort sind zunächst mehr als dürftig, dennoch sieht sich Morgane auch mit Widersachern konfrontiert, die ebenso Jagd auf den Mythos machen.

Im Gegensatz zum in der Einleitung angesprochenen Adventure So Blonde richtet sich dieses Spiel an ein deutlich jüngeres Publikum. Das spürt man rasch und deutlich, wenn man die ersten Dialoge absolviert hat und die vielen belanglosen Gespräche nur noch schnellstmöglich hinter sich bringen will. Dramatische, spannungsgeladene Momente, bei denen wir fürchten müssen, von den Widersachern in Gefahr gebracht zu werden, gibt es ebenso nicht. Gerade bei der Crew sucht man vergeblich nach interessanten Charakteren - zu platt und mit zu wenig Persönlichkeit erscheinen die verschiedenen Typen an Bord.

Captain Morgane and the Golden Turtle Bild
Das liegt zu weiten Teilen auch an der Vertonung der Charaktere. Weder Heldin Morgane noch ihre Mitstreiter an Bord oder andere Personen im Spiel wissen zu überzeugen. Mitunter wirkt es so, als ob einige Charaktere vom gleichen Sprecher synchronisiert wurden, was natürlich für fehlende Abwechslung sorgt. Oftmals wirkt das gesprochene Wort auch einfach unpassend zur Szene und zum Charakter selbst, so als ob man lediglich die Texte abgelesen hätte, ohne sich mit der Materie oder der entsprechenden Szene selbst beschäftigt zu haben. So verkommt die Vertonung zu einem Ärgernis. Gottlob kann man diese abstellen und liest sich die Dialoge dann lieber in schriftlicher Form durch. So kann wenigstens die eigene Phantasie das Spielerlebnis beflügeln, und man stellt sich lieber vor, wie die Charaktere klingen würden.

Captain Morgane and the Golden Turtle
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Birgit Grunow

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Birgit Grunow am 03 Jul 2012 @ 22:03
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