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Carrier Command - Gaea Mission: Review

  Personal Computer 

Die hauptsächlich für den ersten Operation Flashpoint-Titel sowie für die ArmA-Reihe bekannten Simulations-Experten bei Bohemia Interactive versuchen sich in diesen Tagen an einem neuen Genre. Carrier Command: Gaea Mission verknüpft Arcade-Action mit Strategie-Elementen und basiert auf einem 1988 erschienenen C64-, Amiga- und PC-Vorgänger. Warum sich die Neuauflage selbst im Weg steht und auf viele Patches hoffen muss, klären wir im nachfolgenden Test.

Wasser ist unersetzlich

Auch in ferner Zukunft ist die Menschheit noch weit von den Idealen der heilen Star Trek-Welt entfernt. Während in Raumschiff Enterprise auf der Erde Friede, Freude und Eintracht herrschen, sieht die Welt in Carrier Command: Gaea Mission ganz anders aus. Durch fortdauernde Kriege zwischen der United Earth Coalition und der Asian Pacific Alliance wurde der blaue Planet in eine nahezu unbewohnbare Wüste verwandelt. Der Wasservorrat ist durch Verseuchung auf ein Minimum zusammengeschrumpft. Das Ökosystem droht nun endgültig zu kollabieren. Abhilfe verspricht jedoch der kleine Mond Taurus des weit entfernten Gasplaneten M38. Dort lagern Süsswasservorräte in nahezu unbegrenztem Umfang. Allerdings hat die Asian Pacific Alliance bereits grosse Teile des erdähnlichen Himmelskörpers erobert, so dass die United Earth Coalition einen waghalsigen Plan entwickeln muss, um die Inselwelt Stück für Stück aus den Händen der Feinde zu entreissen.

Herzstück, Rückzugspunkt und Basis in Carrier Command ist der namensgebende Flugzeugträger. Doch diesen müsst ihr euch im Spiel zunächst einmal verdienen. Als Leutnant Myrik werdet ihr mit einigen Kameraden von der interplanetaren Umlaufbahn aus auf den Planeten geschickt. Doch die feindliche Luftabwehr kann nahezu alle Raumschiffkapseln abschiessen, und der Plan, den Planeten zu erobern, geht gründlich daneben. Als Gestrandete macht ihr euch nun zu Fuss auf, die erste Insel unter eure Kontrolle zu bringen, um einen vor der Insel ankernden, ausgemusterten und völlig verrosteten Carrier wieder flottzumachen. Mit diesem Kahn macht ihr euch nun auf den Weg, die zersplitterte Inselgruppe im Meer von Taurus Stück für Stück zu annektieren.



Wenig motivierende Zwischensequenzen, ein gruseliger britischer Akzent - die deutsche Fassung bietet nur deutsche Untertitel sowie deutsche Texte - und andere Kleinigkeiten lassen jedoch erahnen, dass die Kampagne nur als Beiwerk gedacht ist und als überdimensioniertes Tutorial dienen soll. Zu Fuss seid ihr zum Glück ebenso nur direkt am Anfang der Geschichte unterwegs, denn hier kann Bohemia Interactive trotz Shooter-Hintergrund kaum punkten. Die Steuerung ist für einen Ego-Shooter zu schwammig, und manche Missionsziele sind einfach nur unsinnig. So muss Myrik in einem Abschnitt wohl nur beweisen, dass er mit einer Taschenlampe dunkle Ecken ausleuchten kann, während er im stockdusteren Bauch des Flugzeugträgers gerade einmal wenige Schritte bis zum Ende des Levels benötigt und die Kommandobrücke erreicht hat. Die zwei Gegner, die bis dorthin auf ihn warten, lassen sich mit einem einzigen Treffer ins Jenseits befördern.

Wie gut, dass Carrier Command auch noch einen zweiten Spielmodus aufweisen kann, und der fällt nun auch wesentlich professioneller, spannender und interessanter aus. Kernstück des Spiels ist nämlich das "Freie Strategiespiel", in welchem ihr auch tatsächliches strategisches Gespür an den Tag legen müsst. Per Schieberegler lassen sich vor Spielbeginn einige Eigenschaften der per Zufallsgenerator zusammengewürfelten Inselwelt bestimmen. Die Anzahl der Inseln, die Stärke des Gegenspielers sowie die Menge der Ressourcen und die Produktionsrate können vorab definiert werden. Wenige Sekunden später befindet ihr euch schon an Bord eures voll ausgerüsteten Carriers. Entgegen der Kampagne ist eure schwimmende Festung nicht nur mit einem vollen Fahrzeugpark im Hangar bestückt, sondern ihr könnt bereits auf sämtliche im Spiel verfügbaren Waffen und Ausrüstungen zugreifen, während ihr im Laufe der Kampagne erst mühselig einzelne Technologien freispielen und erforschen müsst. Zu Beginn des Spiels sind bereits einige Inseln in eurer Hand. Diese staffeln sich in drei Typen, die je nach vorhandenem Kommandozentrum eine unterschiedliche Aufgabe erfüllen. Entweder könnt ihr sie als Rohstoff- oder Produktions-Inseln für die weitere Versorgung mit neuer Ausrüstung nutzen, oder sie dienen als Verteidigungsinsel als Bollwerk für andere Inseln im Umkreis.

Carrier Command - Gaea Mission
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Alexander Boedeker

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Alexander Boedeker am 25 Okt 2012 @ 06:57
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