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CivCity - Rome: Review

  Personal Computer 

Aufbaustrategiespiele mit historischem Hintergrund gehören derzeit nicht unbedingt zu einer vom Aussterben bedrohten Art. Allein in diesem Sommer beglücken uns nicht nur Die Römer und Caesar 4, sondern auch das neue Werk aus dem Hause 2KGames. In Civ City Rom kümmert sich der Spieler als Statthalter um neue Siedlungen im römischen Reich, die die Landeshauptstadt mit Rohstoffen und Gütern versorgen sollen. Warum das trotz aktiver Beteiligung der Profis von Firaxis und Firefly aber nur mässig gut funktioniert, klärt der folgende Text.

Antikes Netzwerk

Wer glaubt, er dürfe sich in Civ City Rom voll aktiv am Aufbau der historischen Metropole beteiligen, der irrt. Anders als der Name des Spiels vermuten lässt, hat der Spieler mit dem Aufbau der Stadt Rom selbst recht wenig zu tun. Er ist vielmehr Handlanger der römischen Senatoren, die die frisch erbaute Stadt zu einem Weltreich machen wollen. Hierfür wird der Spieler ins Land ausgesandt, um Arbeitersiedlungen zu errichten, diese auszubauen und zu bevölkern und über die Handelsrouten Materialien und Güter in die Hauptstadt zu bringen. Dafür bekommt der Spieler Beförderungen, wichtigere Missionen und grosszügigere Geldmittel von den Senatoren. Später im Spiel dürft ihr euch sogar entscheiden, ob ihr weiter als Häuslebauer Karriere machen wollt, oder ob euch ein Ausflug ins Millitär eher liegt.

Das Spiel führt euch dabei recht gemächlich in die Funktionen und Features ein. Zwar sind die kurzen Videosequenzen zwischen den Missionen eher dürftig und Missions-Briefings erhaltet ihr als vertontes Standbild, jedoch sind die ausführliche Ingame-Hilfe und die langsam steigende Lernkurve recht gelungen ausgefallen. In den ersten Missionen, quasi dem Tutorial, läuft alles sehr gemütlich ab. Gross gehandelt wird noch nicht, die Bürger eurer neuen Siedlung geben sich mit Hütten zufrieden und an Tempel und Unterhaltung denkt noch niemand. Zunächst geht es einfach nur darum, ein Stadtzentrum zu errichten, Arbeiter auszusenden um Rohstoffe abzubauen und dem gemeinen Volk ein Dach über dem Kopf zu bieten. Die Bewohner der neuen Siedlung geben sich dabei anfangs mit simplen Gütern wie Ziegenfleisch und einfacher Kleidung zufrieden. In den Missionen verfolgt ihr neben der Zufriedenheit eurer Bürger simple Missionsziele, wie zum Beispiel "Schicke 60 Einheiten Stein nach Rom" oder "Mindestens 5 Gebäude sollen die Klasse einer grossen Hütte erreichen". Wie weit ihr mit den einzelnen Missionszielen seid, verraten euch kleine runde Symbole am oberen Bildschirmrand. Ist der grüne Kreis um das Symbol voll, ist das Missionsziel erreicht.

Vor jeder Mission dürft ihr euch aufs Neue für einen von drei Schwierigkeitsgraden entscheiden. Der Unterschied zwischen Leicht, Mittel und Schwer bezieht sich dabei lediglich auf die Anzahl der zu erreichenden Ziele, also beispielsweise drei, fünf oder sieben grosse Hütten, sowie auf die Anzahl und Höhe der Darlehen, die euch die römischen Senatoren bei Geldknappheit zur Verfügung stellen.

Bitte alle schön lächeln!

In den ersten Missionen erledigen sich die Hauptziele quasi mit dem langsamen Ausbau der Siedlung von selbst. Man kümmert sich um die Bedürfnisse der Bewohner, sorgt für volle Lager und genügend Essen und früher oder später hat man ganz automatisch fünf grosse Hütten oder sechzig Einheiten Stein für Rom. Abgesehen von diesen Zielen, die in späteren Missionen durchaus spezifischer und auch knackiger werden, solltet ihr zwei Zahlen stets im Auge behalten. Zum einen natürlich den Kontostand, denn ohne Geld nützt die schönste Stadt nichts mehr. Und zum anderen den Zufriedenheitswert eurer Bewohner, der zwischen plus und minus hundert schwanken kann. Erreicht die Zufriedenheit einen Minuswert, laufen euch langsam, aber sicher die Einwohner davon und verlassen die Stadt. Faktoren, die die Zufriedenheit beeinflussen, sind beispielsweise Arbeitslosigkeit, die Grösse der Nahrungsrationen, der Anteil von Arbeitszeit und Freizeit sowie die Höhe der Löhne. Doch auch externe Ereignisse oder Nachrichten aus Rom, auf die ihr keinen Einfluss habt, können die Zufriedenheit nachhaltig positiv oder negativ beeinflussen. Um einen schlechten Zufriedenheitswert zu verbessern, hilft es oftmals schon, die Nahrungsrationen, Löhne und die Arbeitszeit an den verfügbaren Schiebereglern ein wenig zu justieren. Das Programm zeigt dann sofort an, mit welcher Verbesserung der Zufriedenheit ihr durch diese Massnahme rechnen könnt. Ist allerdings das Nahrungslager leer oder herrscht hohe Arbeitslosigkeit, dann hilft kein Schieberegler. Dann müsst ihr selbst Hand anlegen und in der Stadt für mehr Arbeitsplätze sorgen oder weitere Nahrungsquellen auftun.


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Tobias Kuehnlein

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Tobias Kuehnlein am 30 Jul 2006 @ 21:24
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