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Civilization IV: Review

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Strategie in Videospielen baut fast immer auf einen grösseren Überblick. Nur selten habt ihr es dort etwa mit nur einem Soldaten zu tun - ein Squad ist da schon das Mindeste. Auch wenn es oft darum geht, Kämpfe zwischen ganzen Armeen zu delegieren, die Geschicke einer ganzen Nation zu lenken ist und bleibt eine ganz andere Herausforderung. Und wohl keine andere Spielserie bietet diese Herausforderung so detailliert und Sucht erzeugend wie Civilization. Mit dem dritten Teil gab es 2001 einen gewissen Knick in der Serie, gilt er unter Fans doch als schlechtester. Nun ist Civilization 4 erschienen und droht wieder mal, euer Privat- und Berufsleben zu verdrängen.

Alles wie gehabt

Wie schon angesprochen: Civilization ist anders. Es gibt keine vorgegebene Handlung, keine Kampagne - nur eine unberührte Welt und das, was ihr daraus macht. Wie in den Vorgängern startet das Spiel in der Steinzeit. Ihr übernehmt die Führung über eine Nation, die wie alle anderen ganz klein anfängt. Von nun an erkundet ihr eure Umgebung, gründet Städte und baut diese aus, produziert Armeen, erschliesst Handelswege, tretet in Verhandlungen mit anderen Zivilisationen und treibt die Forschung voran. Das kann dann beinahe endlos so weitergehen oder findet nach bestimmten Siegkriterien seinen Abschluss. Dabei bleibt Civilization ein klarer Vertreter der mittlerweile rar gewordenen Runden-Strategie-Spiele. In Ruhe gebt ihr eure Befehle und wenn ihr fertig seid, ziehen eure Gegner.

Entscheidend für den Erfolg der Serie ist, dass schon nach dem ersten Spiel eine nur schwer zu unterdrückende Sucht entsteht. Ein angefangenes Spiel zu unterbrechen ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit und sollte es doch geschehen, so scheint es wirklich wichtige, wahrscheinlich lebenswichtige andere Anliegen zu geben. "Nur noch ein Zug!", dürfte in Zukunft euer Denken bestimmen. Denn Civilization 4 schafft es wieder perfekt, in seinen Bann zu ziehen. Durch die vielfältigen Möglichkeiten gibt es praktisch immer mehrere Handlungsmöglichkeiten. Schon zu Beginn jedes Spiels steht ihr vor entscheidenden Fragen: Wollt ihr eure erste Stadt in Ruhe wachsen lassen und lieber in die Forschung investieren? Wollt ihr möglichst schnell euer Territorium erweitern und neue Städte gründen? Oder gar gleich den Konflikt suchen und die anderen Nationen zerschmettern, solange sie noch schwach sind? Diese Wahlmöglichkeiten ziehen sich durchs ganze Spiel, durch praktisch jede Runde. Zudem wird eigentlich immerzu irgendwo irgendwas fertig: "Nur noch eine Runde und mein Nahrungslager ist fertig!", "Drei Runden noch und ich kann endlich Axtkämpfer bauen!", oder "Noch zehn Runden, bis Stonehenge fertig ist - hoffentlich schaffe ich das vor den Azteken!".

Civilization IV
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Jan Gieseler

Tags:
Sid Meier

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Jan Gieseler am 02 Dez 2005 @ 21:04
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