GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Company of Heroes: Review

  Personal Computer 

Es gibt Ereignisse auf dieser Welt, von denen man meint, sie hautnah miterlebt zu haben, obwohl man zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch nicht einmal geboren war. Zweifellos gehört der Zweite Weltkrieg zu diesen historischen Geschehnissen. In den vergangenen Jahren durften sich PC-Spieler in Dutzenden von Titeln zu diesem Thema durch feindliche Linien kämpfen und meist den bösen Deutschen den Garaus machen. Es verwundert daher nicht, dass gewisse Ermüdungserscheinungen auftreten und so manch ein Spieler genervt die Augenbraue hochzieht, wenn wieder einmal ein Titel rund um diesen ach so gern herangezogenen Krieg erscheint. Bereits vor einigen Wochen haben wir eine weit fortgeschrittene Vorabversion von Relics Strategiespiel Company of Heroes unter die Lupe nehmen können und prognostizierten dem Spiel der Dawn of War-Macher trotz des ausgelutschten World War II-Szenarios ein enormes Potential. Jetzt liegt uns endlich die finale deutsche Verkaufsversion vor und wir starten einen Test, bei dem der Award am Ende eigentlich nur noch Formsache sein dürfte.

Welchen Tag haben wir gleich?

D-Day: die alliierten Truppen landen am Strand der Normandie, um die grösste Befreiungsaktion in der Geschichte der modernen Kriegsführung zu starten. Eine Bereinigungsaktion durch halb Europa mit dem Ziel Berlin. Nun, der geneigte PC-Spieler hat sich im Laufe der letzten Jahre durch gefühlte dreihundert verschiedene Versionen dieser historischen Landung gekämpft, jedoch ist der D-Day in Company of Heroes zweifellos eine der spektakulärsten und spielerisch rundesten Fassungen. Die heftige Schlacht am Omaha Beach leitet die insgesamt fünfzehn Missionen umfassende Kampagne von Company of Heroes ein. Nach einem spektakulären Renderfilmchen, das am Ende fast unbemerkt direkt in die Spielgrafik umschaltet, fliegen dem Spieler auch schon Projektile und andere Dinge um die Ohren. In dieser ersten Cutscene raffen die deutschen Besatzer scheinbar alle alliierten Truppen dahin, doch Gott sei Dank trifft schnell Verstärkung ein. Die Able Company landet am Strand von Omaha Beach und will den deutschen Bunker ausschalten. Ehe ihr euch verseht, müsst ihr unter deutschem Dauerfeuer gut zwei Dutzend eurer Männer über den Strand scheuchen, um dann die Stacheldrahtbarrieren wegzusprengen und den Bunker auszuräuchern.

Das klingt relativ brachial und tatsächlich ist es mit taktischem Vorgehen in dieser ersten Mission nicht weit her. Der Spieler wird, fast wie die Truppen am echten D-Day, ins kalte Wasser geworfen und muss erst einmal seinen, pardon, Arsch in Sicherheit bringen. Echte Hardcore-Strategen und Hobbyfeldherren kommen in den folgenden vierzehn Missionen des Echtzeit-Strategiespiels aber noch voll auf ihre Kosten. Versprochen.

Capture the Flak

Gleich in der zweiten Mission offenbart Company of Heroes sein wahres Gesicht. In einem Rückblick spielt ihr einen Trupp Fallschirmjäger, der vor der Landung am Omaha Beach im Hinterland der Normandie abspringt und die feindlichen Stellungen ausschalten soll. Die Geschichte lehrt uns, dass so ein nächtlicher Absprung über Feindgebiet nicht unbedingt zu den gelungensten Operationen der Menschheitsgeschichte gehört. Immerhin wurden die einzelnen Kompanien teils in alle Winde zerstreut. Im Feuer der feindlichen Flugabwehrgeschütze ging so manch ein metallener Vogel am Boden in Flammen auf und viele Soldaten brauchten Tage, um ihre verlorene Ausrüstung oder ihre Kameraden zu finden - wenn sie es denn überhaupt schafften. Company of Heroes bedient sich da keinerlei künstlerischer Freiheiten um die alliierten Truppen als unbeugsame Helden zu präsentieren. Nein, die Entwickler liessen da schon historische Korrektheit walten und in ihren spektakulären Cutscenes, die übrigens fast alle in Spielgrafik gezeigt werden, durchaus zahlreiche Alliierte hopsgehen.

Company of Heroes
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Tobias Kuehnlein

Company-of-Heroes


Company-of-Heroes


Company-of-Heroes


Company-of-Heroes


Tobias Kuehnlein am 06 Okt 2006 @ 00:18
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen