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Crashday: Review

  Personal Computer 

Keine Chancen für Fahranfänger: Heute ist Crashday! Das heißt Asphalt kontra Bodenblech und Bleifuss bis zum Kopfstand. Dass es für die Verschrottung von Rennautos Punkte gibt, verspricht angenehmes Arcade-Gaming.

Wir haben es in unserem Preview bereits angekündigt: Crashday wird das Rennspiel-Genre neu aufheizen. Endlich kombiniert ein Hersteller die bewährten Elemente eines Trackmanias mit den grafischen Möglichkeiten moderner Hardware. Crashday nimmt's nicht so ernst wie die Simulationen am Markt. Dafür umso gelassener mit der Zerstörung edelster Boliden. Wer hier eine Karriere im illegalen Milieu von Strassen- und Offroad-Rennen machen will, braucht starke Nerven und gute Hardware. Die muss eben zu einem ebenso guten Spiel passen.

Zündstoff

Der Karrieremodus von Crashday teilt sich in mehrere Kapitel mit jeweils unterschiedlichen Disziplinen aus sieben Spielmodi. Wer in ihm voran kommt, öffnet nach und nach weitere Fahrzeuge, Strecken und Fahrmodi. Für gewonnene Rennen gibt's Bares und Punkte für mehr Ansehen in der imaginären Fahrercommunity. Beides ist wichtig für die Freischaltung neuer Fahrzeuge. Die sind übrigens mit insgesamt zwölf Typen in reichhaltiger Auswahl vorhanden. Zwar geizte der Hersteller mit Original-Lizenzen, dafür sehen die meisten Boliden echten Vorbildern verblüffend ähnlich. Anfangs müsst ihr euch gezwungenermassen mit einer lahmen Polizeikarre abmühen, doch nach und nach sind schnellere und robustere Fahrzeugtypen fahrbereit, wie etwa Äquivalente zu einem Lamborghini, einem fetten Geländewagen, der schnittigen Corvette und neun weiteren Fahrzeugen. Alle unterscheiden sich in vier Merkmalen: Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung, Wrecking (die Tauglichkeit, Schaden zu verursachen) und Panzerung.

Videoeindrücke aus dem Leben von Strassengangs, wie beispielsweise die in Need for Speed Most Wanted, gibt's in Crashday nicht. Ein paar Bilder verdeutlichen die eher unwichtige Rahmenhandlung, während ein professioneller Sprecher vor jedem Rennen über Hintergründe aufklärt. Das aber wohlbemerkt mit vorzüglicher und ansprechender Vertonung. Ähnlichkeiten zum Genrevetter werden beim Tuning der Fahrzeuge deutlicher. Habt ihr euch genügend Kohle verdient, was auch nicht wirklich einfach ist, kann diese entweder in optische Verzierungen, wie etwa Spoiler oder Frontschürzen, investiert werden, oder in andere Bauteile, die sich stark auf die Fahrleistung auswirken. Es gibt Rennsimulationen, in denen das Tuning kaum spürbare Ergebnisse erzielt. Nicht so bei Crashday. Steht ein Rennen an, das runter vom Asphalt auf eine Offroad-Piste führt, bringt die Anbringung von entsprechenden Fahrzeugteilen erhebliche Verbesserungen im Fahrverhalten mit sich. Im Shop besorgt ihr euch die Teile, die dann in der Garage komfortabel über ein einfaches Menü eingebaut werden. Motortuning lohnt sich immer, kostet aber auch entsprechend viel. Nicht weniger wichtig, dafür relativ günstig in der Anschaffung, sind die kleineren Umbauten an der Aufhängung oder von der Bereifung. Wer seine sportlichen Breitreifen draussen im Schlamm schmutzig macht, braucht sich nicht darüber zu wundern, als ewiger Verlierer mit demolierter Karre aus den Offroad-Rennen zu fahren. Unser Test hat gezeigt: Der geplante Umgang mit den Tuningmöglichkeiten lohnt sich durchaus. So lässt sich der Neukauf eines besseren Fahrzeugs nach hinten aufschieben und der Karrieremodus wird zumindest in der ersten Hälfte zum Kinderspiel.

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Thomas Richter

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Thomas Richter am 01 Mrz 2006 @ 08:44
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