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Curling 2006: Review

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Kaum zu glauben, aber wahr. In vielen Ländern weist die Sportdisziplin Curling bei den olympischen Spielen unglaubliche Einschaltquoten auf und schlägt andere Sportarten um Längen. Ausgerechnet eine langatmige Disziplin setzt sich gegen Abfahrtsläufe, Eishockeyspiele oder Biathlon durch? Grund genug für uns, die Sportsimulation Curling 2006 ganz genau zu betrachten.


Curling ist eine taktische Sportart, oftmals auch als Eis-Schach verschrien von so manchem TV-Reporter. Durchaus verständlich, denn das grundlegende Spielziel ist, auf einer längeren Eisbahn seine wuchtigen Granitsteine näher an den Mittelpunkt der entfernten Boden-Zielscheibe zu bringen als die des Gegners. Vier Spieler pro Team dürfen dabei je zwei Spielsteine rutschen lassen, die Kameraden lassen den Stein dann mittels Besen besser auf dem Eis gleiten und können auch leichten Einfluss auf die Richtung des Steins nehmen. Haben alle Spieler ihre zwei Steine geworfen, ist eines von zehn Innings vorüber. Die nächstplatzierten Steine am Zielscheiben-Inneren bringen euch dann entsprechende Punkte ein, wobei es nur selten vorkommt, dass ihr mehr als zwei Punkte pro Inning erringen könnt. Neben dem normalen Einzelspiel könnt ihr an einem längeren Turnier teilnehmen, Trainingsrunden absolvieren oder sogar im Mehrspielermodus gegen andere Spieler antreten.

Vor dem nächsten Stein bestimmt ihr jeweils die Kraft, mit der ihr den Stein auf euer Ziel zubewegt und den Spin, den er bekommen soll, um beispielsweise hinter einen Block gelangen zu können. Die Richtung gebt ihr vorher mit dem Kameraden auf der anderen Seite der Spielfläche vor, ihr visiert dann seine Besenspitze an. Ist der Stein erst einmal abgegeben und auf dem Weg ins Ziel, könnt ihr noch mit den Wischern Einfluss in drei Stufen nehmen. Dabei sorgt die härteste Stufe dafür, dass euer Stein erheblich länger gleitet als beim normalen Rutschvorgang. Schade jedoch, dass ihr nach der Steinberührung eures Gegners keine Möglichkeit habt, den gegnerischen Stein noch ins Aus rutschen zu lassen durch Wischeinsatz, wie es in der Realität erlaubt ist und auch oft eingesetzt wird.

Die Präsentation des Spiels ist bedauerlicherweise nur als ausreichend zu bezeichnen. Besonders die Spielermodelle enttäuschen auf der ganzen Linie und sorgen mit ihren geringen Details und albernen Proportionen für wenig Freude. Die Animationen auf dem Eis hätten mit etwas mehr Feinschliff ebenso für mehr Zufriedenheit gesorgt. Immerhin sehen dafür die Spielarenen ordentlich aus und auch die Zuschauerkulisse weiss zu gefallen. Akustisch dürft ihr nicht allzu viel erwarten. Die immer gleichen Jubelgeräusche der Zuschauer und die ewig monotonen Soundeffekte beim eigentlichen Spielvorgang wirken durchweg öde und lassen nur wenig Spielatmosphäre aufkommen.

Curling 2006
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Markus Grunow

Curling-2006


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Markus Grunow am 24 Feb 2006 @ 15:58
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