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DCS - Black Shark: Review

  Personal Computer 

DCS: Black Shark ist in vielerlei Hinsicht ein aussergewöhnliches Spiel. Zum einen gehört es der zusehends schrumpfenden Gattung der militärischen Flugsimulationen an, und ausserdem handelt es sich dabei um eine reine Hubschraubersimulation. Das letzte Spiel dieser Art war Longbow 2 von Jane's Combat Simulations und erschien 1997. Black Shark wurde von Eagle Dynamics entwickelt, der Spieleschmiede, welche unter anderem die sehr erfolgreiche Simulation Lock On programmierte. Viele gute Gründe also, um das Spiel genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die Russen kommen

Eagle Dynamics hat seinen Sitz in Moskau und konzentriert sich deshalb auf die Simulation russischer Militärmaschinen, was in der Geschichte der Flugsimulationen selten ist und deshalb eine willkommene Abwechslung darstellt. DCS steht für Digital Combat Simulator und Black Shark ist der erste Titel dieser neuen Reihe möglichst realistischer Simulationen. Das Spiel porträtiert den Kamov Ka-50 "Hokum", einen einsitzigen Kampfhubschrauber, der ursprünglich in den 1980er Jahren entwickelt wurde, aber erst 1995 in den aktiven Dienst trat. Er wurde so konstruiert, dass er leicht, schnell und wendig, gleichzeitig aber auch widerstandsfähig und durchschlagskräftig gegen Bodenziele ist. Der Ka-50 weist auch einige für einen Kampfhubschrauber besondere Eigenschaften auf.

Im Gegensatz zu anderen Maschinen seiner Art, welche zweisitzig sind und von einem Piloten sowie einem Waffenoffizier gesteuert werden, ist im Ka-50 ein einzelner Pilot sowohl für die Navigation als auch für den Einsatz der Waffensysteme verantwortlich. Des Weiteren verfügt er über ein System mit Koaxialrotor, bei welchem zwei gegenläufig rotierende Rotoren den Einsatz eines Heckrotors zum Ausgleich des Drehmoments überflüssig machen und darüber hinaus die Stabilität während des Fluges erhöhen sowie Manöver ermöglichen, die mit einem normalen Hubschrauber kaum zu schaffen sind. Ebenfalls ungewöhnlich für einen Hubschrauber ist der Schleudersitz, bei dessen Aktivierung zuerst die Rotorblätter abgesprengt werden, damit der Pilot vertikal aus der Kanzel katapultiert werden kann.

Für jeden ist etwas dabei

Obwohl DCS: Black Shark eine durch und durch detailgetreue Simulation ist, haben sich die Entwickler dazu entschlossen, dem Spiel auch einen Arkademodus zu spendieren, in welchem die Steuerung sehr stark vereinfacht ist und es deshalb auch Neulingen erlaubt, den Ka-50 zu fliegen, ohne sich dabei viele Gedanken über die Flut von Schaltern und Einstellungen zu machen, welche für einen realitätsnahen Einsatz benötigt werden. Dieser schwierige Spagat zwischen Simulation und Shoot 'em up ist ihnen gut gelungen. Wem das simplifizierte Flugmodell nach einiger Zeit zu eintönig wird, der kann nach und nach Optionen zuschalten und den Schwierigkeitsgrad bis hin zum Simulationsmodus erhöhen, der ein eingehendes Studium der Trainingsmissionen und der Dokumentation sowie viel Übung erfordert.

Allein schon die Startprozedur der Maschine setzt ein fundiertes Wissen über die Systeme voraus und dauert selbst bei geübten Piloten rund eine Minute. Auch das Zielerfassungssystem mit der Bezeichnung Shkval, das aus einer Kamera sowie einem Laserentfernungsmesser besteht und manuell bedient wird, bedarf einiger Einarbeitungszeit, um effektiv eingesetzt werden zu können. Es wird benötigt, um sowohl Bordkanonen als auch gelenkte und ungelenkte Raketen sowie Bomben auf die Ziele auszurichten. Dennoch: auch nach etlichen Flugstunden wird man noch weit davon entfernt sein, den Ka-50 komplett zu beherrschen, was aber je nach Sichtweise auch eine gute Seite hat, da man ständig motiviert ist, weiter zu üben.

DCS - Black Shark
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Luca Cannellotto


Shkval-Kamera
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Luca Cannellotto am 16 Apr 2009 @ 09:33
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