GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Daemon Vector: Review

  Personal Computer 

Taiwan. Hoch entwickeltes und gelobtes Land der Rollenspieler. Wenn ein Produkt aus diesen Breitengraden zu uns herüberschwappt, halten wir ehrfürchtig den Atem an und installieren das Spiel mit besonderem Respekt. Alles Quatsch! Nach der schier endlos dauernden Installation erlebten wir die Grauen und Qualen, die wohl nur ein Spieletester erfahren kann, wenn er sich in einer Spielwelt gelangweilt und regelrecht in Sachen Langzeitmotivation nicht gefördert, sondern eher belästigt fühlt.


Im vierzehnten Jahrhundert kehren einige Schiffe aus Asien zurück und haben die Pest an Bord. Dummerweise verwandeln sich kurz darauf alle Menschen in blutrünstige Zombies. Was sich jetzt für den einen oder anderen spannend anhört, hört sich im Intro alles andere als packend an. Denn der Sprecher klingt dermassen unfreiwillig komisch, dass wir prustend unseren Kaffee über der Tastatur verteilt haben. Doch die Attacke auf unser Zwerchfell war nur der Beginn einer ganzen Eroberung auf unser Nervensystem und unser Glaube an das Gute im Spiel.

"Einen Schritt weiter und wir greifen an!"

Daemon Vector versteht sich selbst als Kampfrollenspiel. Attacken-Kombos und verschiedene Kampfstrategien sollen euch genauso begeistern wie erstaunliche visuelle Effekte. Zumindest steht dies auf der Verpackungsrückseite so. Den Rollenspielanteil suchen wir immer noch vergeblich, doch immerhin stimmt das Wort "Kampf" halbwegs in der Beschreibung. Mit einem von zwei möglichen Charakteren geht ihr auf Metzeljagd und trefft bei eurer Reise auf Zombies, Zombiehunde, dümmliche bewaffnete Zombiekrieger, und gelegentlich trefft ihr sogar auf einen etwas dickeren Bossgegner-Batzen. Per Mausklick attackiert ihr eure Widersacher, ein Rechtsklick löst eine Spezialfähigkeit aus. Dabei hat sich im Test die Rundum-Attacke als besonders nützlich erwiesen, da euch mehrere Gegner grundsätzlich einkreisen. Die KI der feindlichen Zombies ist dermassen mies programmiert, dass ein einzelner Schritt zurück bereits ausreicht, um ihren Angriff zu stoppen. Entfernungsabhängige Angriffsaktion - oder so ähnlich nennt man das dann wohl. Mit künstlicher Intelligenz hat dies aber nach unserem Dafürhalten herzlich wenig zu tun. So schreiten die Zombies gemütlich auf euch zu und ihr metzelt meistens gemütlich einen nach dem anderen nieder. Oftmaliges Gähnen wird da nur durch die stets gleichen Soundeffekte unterbrochen. Es ist zum Heulen, wenn die Todeslaute und Waffeneffekte sich nicht wenigstens gelegentlich mal abwechseln!

Ab und an dürft ihr eurem Inventar einen eroberten Gegenstand hinzufügen. Zwischen den Einzelmissionen, bei denen ihr geradezu selbstverständlich nicht frei speichern dürft, könnt ihr euch zwei der Objekte aussuchen und anlegen beziehungsweise fortan benutzen. Ein neues Schwert oder ein schicker Ring wirken sich aber spielerisch so gut wie gar nicht aus, der auf der Verpackung angesprochene Rollenspiel-Part ist schlichtweg eine Mogelpackung. Lediglich eure Resistenzen gegen Gifte oder Feuer werden mit den Ringen etwas verändert, doch spielerisch notwendig ist dies bei der simplen Zombie-Schlacht bei weitem nicht.

Daemon Vector
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Markus Grunow

Daemon-Vector


Daemon-Vector


Daemon-Vector


Daemon-Vector


Markus Grunow am 29 Dez 2005 @ 20:28
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen