GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Dark Horizon: Review

  Personal Computer 

Vor etwas über einem Jahr erschien mit Tarr Chronicles ein Weltraum-Shooter in Wing Commander-Tradition, über den Kollege Nordsiek im Test urteilte, dass er zwar durchaus Potenzial gehabt habe, dieses jedoch nicht ausgeschöpft wurde und das Spiel letztlich "vor allem inhaltlich" krankte. Mittlerweile ist der Nachfolger, der genau genommen ein Prequel ist, im Handel erhältlich. Haben die Entwickler von Quazar aus den Fehlern des Vorgängers gelernt?

Ebenso wie Tarr Chronicles beginnt das früher angesiedelte Dark Horizon mit einem schmucken Schwarz-Weiss-Intro, in dem die Bedrohung durch das Mirk vorgestellt wird. Diese mysteriöse Präsenz stammt aus einem anderen Universum und breitet sich wie ein Nebel über die Galaxie aus, besonders angezogen von hoch entwickelten und dicht besiedelten Welten. Alles, was in Kontakt mit dem Mirk kommt, verändert sich. Eine unmittelbare Bedrohung sind dabei die De'Khete, vom Mirk kontrollierte Aliens, die gegen die Menschheit und deren Verbündete Krieg führen. Aber noch ist nicht alle Hoffnung verloren, das Licht-Kernel-Projekt, basierend auf der Technologie der Sia'Nuss, soll die Mirk-Durchdringung zumindest eines Raumsektors verhindern. Allerdings ist der Bau erst zu 70 Prozent fortgeschritten und jede Verbindung zu den Sia'Nuss verloren. Zudem gleicht "der Bau eines Objektes dieser gigantischen Ausmasse dem Wachstum einer Pflanze, für das Pylonen Quanten in die erforderlichen Materialien umwandeln." Alles klar?

Wie schon bei Tarr Chronicles haben die Entwickler ein riesiges Universum mit ausufernder Geschichte und vielen Zivilisationen im Hinterkopf, sind aber nicht in der Lage, die Informationen vernünftig an den Spieler zu vermitteln. Über die Hintergrundgeschichte werdet ihr nur im Handbuch richtig informiert - erbärmlich präsentiert und bemitleidenswert übersetzt. Darüber hinaus dürft ihr euch zwischen den Missionen durch vollkommen unstrukturierte Kurztexte mit zumeist esoterischen Inhalten wühlen, während innerhalb der Einsätze (englische) Funkdialoge eurer Kameraden weitere Facetten der Handlung vermitteln. Dabei ist dies alles zusammen ein solcher Wust an grösstenteils nicht relevanten Informationen, dass die meisten von euch ziemlich bald kapitulieren und die Handlung schlichtweg ignorieren werden.

Was auch kein Problem ist, denn wirklich Auswirkung auf die Missionen hat die Geschichte nicht. Die Einsätze bestehen letztlich sowieso nur darin, alles, was rot auf eurem Radar leuchtet, zu zerstören. Dafür können diese Gefechte, die neben vereinzelten Einsätzen gegen grosse Schiffe vor allem aus den klassischen Dogfights bestehen, durchaus unterhalten, denn die grundlegende Spielmechanik funktioniert. Dennoch gibt es auch hier noch einige nervige und unnötige Schwächen. So erhaltet ihr etwa aus dem Spiel heraus nur ungenügend Feedback darüber, ob ihr getroffen werdet - hier wären akustische oder optische Hinweise sinnvoll gewesen. Zudem nerven gegnerische Jäger, die normalerweise wie aufgescheuchte Bienen umherwuseln und versuchen, sich in eurem Rücken zu platzieren, sehr oft mit der wenig eleganten Taktik, euer Schiff stumpfsinnig zu rammen.

Dark Horizon
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Jan Gieseler


Dark-Horizon


Dark-Horizon


Dark-Horizon


Dark-Horizon


Jan Gieseler am 26 Jan 2009 @ 17:19
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen