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Darwinia: Review

  Personal Computer 


Es rumort in der Spieleindustrie. Unabhängige Entwickler schicken sich an, sich mit innovativen Spielideen gegen die Branchenriesen aufzulehnen. Fast wie einst die Gallier aus den Asterix-Comics, haben sie einen eigenen Zaubertrank gebraut, mit dem sie sich gegen die römischen Giganten der Industrie durchsetzen wollen. Der Zaubertrank besteht aus einer sehr interessanten Formel: Budget<1.000.000 + fähiges Team + innovative Idee = Optisch mässig präsentiertes Spiel mit gelungenem Gameplay. Wir haben den Trank Darwinia für euch probiert und mussten feststellen: Wenn auch stellenweise etwas trocken im Abgang, mundet er doch sehr!



Gleich vorweg: Darwinia hat mit dem gleichnamigen Roman von Robert Charles Wilson nicht allzu viel gemein. Die zufällige Gleichheit des Namens spiegelt sich lediglich in der Tatsache wieder, dass es um die Entwicklung einer neuen Welt geht. Ein britischer Wissenschaftler namens Dr. Sepulveda, welcher ursprünglich Home-PCs baute, erschuf mit der Vernetzung zahlreicher Prozessoren einen Quantum-Computer, der die eigenständige Welt Darwinia entstehen liess. Diese aus Bits und Bytes generierte Welt liess die Gesetzte der Darwin-Theorie nun auch in der virtuellen Welt aufleben: Die natürliche Selektion der Arten liess die stärkeren Programme in Darwinia überleben, die Schwachen sterben aus. Für die fröhlich grünen Darwinia-Sprites bedeutet dies den sicheren Tod, denn geradezu wehrlos tummeln sie sich auf den Inseln von Darwinia und sorgen sich nicht über den rasch ausbreitenden roten Virus, der sich mit Vehemenz ausbreitet. Leider wird diese Hintergrundgeschichte äusserst dröge in Form von eingeblendeten Kommentaren des Doktors präsentiert. Ihr werdet förmlich ohne allzuviel Informationsgehalt in das Spiel hinein geworfen und schaut euch zunächst irritiert um. In einem kurzen und nichts besonders aufschlussreichen Tutorial bekommt ihr die grundlegenden Funktionen des Spiels erklärt. Leider werden diese Erläuterungen nur sehr fragmentarisch dargeboten. Einsteiger werden sich rasch überfordert fühlen und brauchen einige Minuten, bevor sie sich im ersten Level zurechtfinden, trotz der abrufbaren Hilfestellungen von Dr. Sepulveda.

Ohnehin ist der Spieleinstieg gewöhnungsbedürftig, denn das Spiel versetzt euch in eine Welt längst vergessen geglaubter Tage. Satter 8-Bit Sound dröhnt aus den Boxen, der nostalgische Sound der Spiele aus den 80er Jahren zaubert älteren Spielern ein Lächeln auf das Gesicht. Der einzigartige Grafikstil ist sowohl eine Frage des persönlichen Geschmacks, als auch eine Frage der Akzeptanz des Spielers, sich in so eine Welt hineinfallen zu lassen. Denn nur wer sich loslösen kann von bekannten Grafikelementen wie hochaufgelösten Texturen, Anti-Aliasing oder ähnlichen Neuerungen der modernen Technik, wird Gefallen an der Welt von Darwinia finden. Die Spielwelt erinnert mit ihren kantigen, leuchtenden Umgebungen und der Gitternetzoptik stark an den Kultfilm Tron. Der Charme der Spielwelt wird durch die Einheiten zusätzlich geschürt. Die an Ampelmännchen erinnernden Bewohner von Darwinia wuseln aufgeregt über die hügeligen Landschaften der Inseln und flüchten vor den roten Virenschlangen. Wer sich an die alten Arcadespiele vergangener Tage erinnern kann, wird sich beim Anblick der Truppentypen unweigerlich an viele bekannte Spiele erinnert fühlen. So bewegen sich die Viren wie die Schlange aus dem Klassiker Centipede, die Ingenieure sehen den Kampftruppen aus Tron verblüffend ähnlich und auch die wenigen Gebäude im Spiel erinnern frappierend an den Kinoklassiker von Walt Disney.

Darwinia
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Admin am 15 Mrz 2005 @ 14:31
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