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Das Eulemberg-Experiment: Review

  Personal Computer 

Was tun, wenn Baphomets Fluch 4 noch nicht erhältlich ist? Man spielt Das Eulemberg Experiment. Und amüsiert sich vorher köstlich darüber, wie hin und hergerissen die Presse dem Spiel gegenübersteht.

Früher spielte man noch Point & Click-Adventures von LucasArts. Monkey Island, Full Throttle, Sam & Max ... sowas eben. Dann irgendwann machte sich George Stobbard in Baphomets Fluch auf den Festplatten breit. Weniger witzig, dafür mit den Zutaten für ein spannendes Krimi-Abenteuer. An der Technik änderte sich bis heute nicht wirklich viel. Auf statischen, zweidimensionalen Hintergründen führt der Spieler zwischen unzähligen Blickwinkelwechseln hindurch seinen Mauszeiger über Objekte. Hat ein Gegenstand oder eine Person einen Namen, ist das schon mal gut. Dann kann man damit interagieren. In den meisten Fällen ploppt dann vielleicht nur eine Textmeldung auf den Schirm. Etwa eine wie "Das kann ich nicht machen" oder "Das mache ich besser nicht". Platzhalter eben, mit denen sich die Hersteller die Arbeit etwas erleichtern. Denn auf einzelne Objekte zugeschnittene Texte wären entweder überflüssig oder für den Spielverlauf nicht von Bedeutung. Daraus resultiert ein Phänomen, von dem alle Adventures profitierten - das Verlangen nach Zufriedenheit ob eines gefundenen wichtigen Gegenstandes. Oder die Möglichkeit, zwei davon miteinander zu kombinieren. Ein regelrechtes Suchspiel also, nicht unbedingt von sagenhafter Komplexität oder spielerischer Freiheit bestimmt. Wer ein solches Spiel von vorne bis hinten gesehen haben will, braucht eine Menge Geduld. Und den Glauben an eine funktionierende virtuelle Welt, die nicht von der Schnelllebigkeit moderner Actionspiele gesprägt ist. Starten wir also zwischenzeitlich das Eulemberg Experiment.

Quinnt-Essenzen eines Adventures

Nein, kein Tippfehler in der Zwischenüberschrift. Nur ein blödes Wortspiel. Ihr steuert nämlich Adam Quinn durch Das Eulemberg Experiment. Kerniger Typ und Kriminologe. Zumindest sollen wohl die deutsche Synchronstimme von Harrison Ford und die kantigen Wangenknochen darauf hinweisen, dass Quinn ein echter Kerl ist. Demnach nehmt ihr es auch gleich mit einem mysteriösen Mordfall auf. Professor Eulemberg wird tot in seiner Villa aufgefunden. Ihr macht euch durch Anklicken von Objekten, Gespräche mit Personen und Herumreisen zwischen den zwölf Schauplätzen des Spiels mit dem Fall vertraut. Und bereist dabei sogar Mexiko, um mit Schrecken festzustellen, dass dieser Mordfall noch viel mysteriöser ist, als zunächst angenommen.

Grafisch ist alles genretypisch geblieben. Der italienische Entwickler Artematica hat gar nicht erst versucht, das klassische Point & Click-System moderner zu gestalten. Statt dessen das Übliche: Statische Hintergründe, dann und wann ein ruppiger Blickwinkelwechsel, Auswahlmöglichkeiten in den Dialogen und eher schlichte Polygon-Modelle von Figuren. Vor allem deren Gesichtern mangelt es an Details. Wohingegen mit den gemalten Hintergründen soweit alles in Ordnung ist. Keine atemberaubende Vielfalt zieht sich dabei durchs Spiel, aber ein strikter, annehmbarer Zeichenstil. Fast schon wie damals, als Stobbard noch in aller Munde war. Den wenigen animierten Zwischensequenzen, welche gerenderte Filmclips sind, fehlt es an Schärfe. Das verwundert umso mehr, wo doch auf der Verpackung von ?hochauflösenden Videosequenzen? die Rede ist. Auch eher unprofessionell: Weder Bildauflösung noch Musik- oder Klanglautstärke lassen sich regulieren. Schade. Aber über eine Auflösung von 1024x768 Punkten freuen sich besonders die Spieler vor schwachen PCs.

Das Eulemberg-Experiment
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Thomas Richter

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Thomas Richter am 09 Sep 2006 @ 20:22
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