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Das Schwarze Auge - Demonicon: Review

  Personal Computer 

Zuletzt erlebte man die Welt von Das Schwarze Auge auf dem PC im Gruppenabenteuer Drakensang. Das ist immerhin schon über drei Jahre her - Grund genug, ein neues Abenteuer in Aventurien anzugehen. Diesmal verschlägt es uns in die Schattenlande, und dabei geht es nicht so gastwirtlich zu, wie noch am Fluss der Zeit, denn diese düstere Gegend wird von bösen Kulten beherrscht.

Zäher Beginn eines Kleinods?

Bei der Installation gibt es eine Überraschung zu erleben - vorausgesetzt, man hat nicht doch das Kleingedruckte auf der Rückseite der Verpackung entziffert. Einen Teil der Daten zieht das Spiel nämlich nach der Steam-Aktivierung aus dem Netz. Wohl dem, der eine schnelle Internetverbindung sein Eigen nennt. Ansonsten braucht ihr einen Tee, Zeit zum Blättersammeln im Wald habt ihr ja. Endlich installiert, bekommt ihr gleich zu Beginn eine Dämonenbeschwörung zu sehen, und eine gewaltige Schlacht tobt zwischen der Armee von Borbarad, einem gefährlichen Schwarzmagier und den Truppen der Kriegsgöttin Rondra. Ein wenig kommt einem dieser Ansturm der Truppen bekannt vor - zumindest wenn man Herr der Ringe gesehen hat.

Aber egal, schliesslich hat die Das-Schwarze-Auge-Reihe sich auch in den 1980ern schon fleissig bei Tolkien bedient, warum also nicht konsequenterweise auch bei Peter Jackson? Nach dem pompösen Intro übernehmt ihr die Geschicke von Cairon, der auf der Suche nach seiner Schwester ist, der er verfallen zu sein scheint. Wer sich bislang nur wenig oder gar nicht mit der DSA-Materie befasst hat, könnte Probleme bekommen, anfänglich die Zusammenhänge zu verstehen. Da werden Namen von Göttern und Regionen genannt, die nur alte DSA-Recken kennen. Vermutlich gewöhnt man sich im Verlauf des Spiels daran, zumal es ein Lexikon gibt, welches Nichtkennern etwas mehr Hintergrundwissen vermitteln kann.

Das Schwarze Auge - Demonicon Bild
Die ersten Abschnitte spielen sich noch etwas zäh. Zunächst übt ihr die Handhabung in einem Dungeon, bei dem die Abwechslung etwas kurz kommt. Und auch erzählerisch kommt das Spiel erst ab der zweiten Spielstunde so richtig in Fahrt. Dann werden geschickt die anfänglich noch verwirrend wirkenden Handlungsstränge miteinander verwoben und es entsteht eine durchaus interessante Geschichte, welche zu weiten Teilen dem DSA-Universum würdig ist. Besonders die Dialoge sind zumeist richtig klasse geworden und fangen den humorvollen Charme der Reihe wunderbar ein. Relativiert wird dies jedoch durch die kaum vorhandene Mimik und Gestik der Akteure, die zuweilen an das erste Gothic erinnern. Besonders in Situationen, in denen ordentlich geflucht wird, ja regelrecht Wut ausgedrückt wird, machen die blasse Gesichtsmimik und Körperhaltung leider viel Atmosphäre kaputt.

Das Schwarze Auge - Demonicon
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Markus Grunow

Tags:
DSA

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Markus Grunow am 12 Nov 2013 @ 20:37
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