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Deadfall Adventures: Review

  Personal Computer 

Das Entwicklerstudio The Farm 51 ist hauptsächlich für knallharte Shooter-Kost bekannt. So geht nicht nur der First-Person-Shooter NecroVisioN, sondern auch die im letzten Jahr erschienene Painkiller-Neuinterpretation Hell & Damnation auf das Konto der polnischen Spieleschmiede. Mit dem nun veröffentlichten Deadfall Adventures verschlägt es den Spieler auf etwas andere Pfade. So stehen dieses Mal weniger die Action, als vielmehr herausfordernde Logikpuzzles im Vordergrund. Doch so ganz konnte sich das Entwicklerteam nicht von den Untoten trennen ...

"Nazis!"

Wenn man an Nazis, verschollene Schätze und spannende Abenteuer denkt, dann fällt einem als Erstes meistens Indiana Jones ein, der in zahlreichen Kinofilmen so manche spektakuläre Schatzsuche unternommen hat. Ob Heiliger Gral oder die Bundeslade, stets ging es dabei auf die Suche nach berühmten Gegenständen der Vergangenheit. Doch auch abseits des Medienstars Indiana Jones gibt es noch einen weiteren, sehr berühmten Abenteurer, der allerdings ebenfalls aus der Fiktionalität entsprungen ist. Die Rede ist von Allan Quatermain, einer Romanfigur des englischen Schriftstellers Henry Rider Haggard, dessen Geschichte ansatzweise im neuen Titel von The Farm 51 thematisiert wird. Während Indiana Jones jedoch die halbe Welt bereiste, hielt sich Quatermain hauptsächlich auf dem bis dato unerforschten Kontinent Afrika auf, wo er zahlreiche Entdeckungsfahrten unternahm und auch dort auf das eine oder andere weltbewegende Geheimnis stiess. Die Abenteuer von Allan Quatermain sind allerdings in Deadfall Adventures selbst schon Geschichte, denn die Handlung des Spiels setzt mit dem Jahr 1938 einige Jahrzehnte nach der Erkundung des schwarzen Kontinents ein. Ihr schlüpft in die Rolle des Urenkels von Allan Quatermain, der als James Lee Quatermain in die Fussstapfen seines Urgrossvaters getreten ist. Jedoch ist ihm als Abenteurer das glitzernde Gold lieber, als irgendwelche archäologisch bedeutsamen, aber finanziell wertlosen Funde. Doch trotz eurer Vorliebe für das Edelmetall begebt ihr euch zusammen mit der US-Agentin Jennifer Goodwin nach Ägypten, wo ihr euch gemeinsam auf die Suche nach einem mysteriösen Artefakt macht.



Geschichte wird lebendig

Zu dumm, dass das ungleiche Paar nicht die einzigen sind, die nach dem sagenumwobenen Herz von Atlantis suchen. Auch die Nazi-Sondereinheit Ahnenerbe hat sich bereits auf der ägyptischen Ausgrabungsstätte gemütlich eingerichtet und wartet nur auf den entscheidenden Moment, um des Herzens habhaft zu werden. Also legt Quatermain Pickel und Pinsel zur Seite und greift zum guten alten Revolver, um den Grabräubern ordentlich einzuheizen. Dass The Farm 51 dabei dem Shooter-Genre entspringt, merkt man dem Titel deutlich an. Allenthalben trefft ihr auf eine Überzahl von Gegnern, die euch meistens aus allen Himmelsrichtungen unter Beschuss nehmen. Während ihr am Anfang des Spiels vornehmlich gegen Nazis kämpfen müsst, gesellen sich im späteren Verlauf auch noch Russen und Araber hinzu. Ganz im Sinne der Firmentradition müsst ihr im Laufe der Kampagne auch immer mal wieder gegen Mumien, Zombies und andere Untote aus dem Reich der Finsternis kämpfen, denen ihr zuvor mit eurer Taschenlampe den letzten Fetzen Fleisch wegbrutzeln müsst. Danach lassen sie sich mit ein bis zwei Treffen spektakulär in leblose Skelette verwandeln.

Dabei spielt es kaum eine Rolle, wen ihr dort eigentlich unter Dauerfeuer nehmt, steht in Deadfall Adventures doch Quantität vor Qualität. Die KI-Kameraden sind oftmals nur Kanonenfutter und fallen gleich scharenweise um. Dabei bleiben sie auch gerne mal an Hindernissen hängen oder können etwas zweifelhaft durch (Fels-)Wände hindurchschiessen. Dass der taktische Anspruch dabei auf einem relativ niedrigen Niveau angesiedelt ist, merkt ihr auch am Repertoire der Waffen, auf die ihr im Laufe des Spiels zurückgreifen könnt. Überall - und selbst am Anfang der Geschichte - lassen sich schlagkräftige Maschinengewehre finden, mit denen ihr die Feinde niedermähen könnt. Sollte euch trotzdem die MG-Munition einmal ausgehen, könnt ihr auf eure beiden Revolver zurückgreifen, die euch als Basis mit einem unendlichen Vorrat an Munition fast zu jeder Zeit im Spiel zur Verfügung stehen. Leider lassen sich einige Nachladeanimationen nicht abbrechen, falls ihr kurzerhand in einen Nahkampf geratet.

Deadfall Adventures
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Alexander Boedeker

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Alexander Boedeker am 13 Nov 2013 @ 10:54
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