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Deep Black: Review

  Personal Computer 

U-Wars vom Entwicklerteam Biart hat eine lange Geschichte hinter sich. Bereits 2007 angekündigt, sollte der Actiontitel eigentlich Ende 2009 für PC und Xbox 360 in den Handel kommen. Daraus wurde sichtlich nichts, denn noch einmal 1 1/2 Jahre sollte es dauern, bis sich der Publisher Just A Game dazu bewegen liess, das Spiel unter dem Namen Deep Black ausschliesslich für den PC in den Handel zu bringen. Hart genommen hätte man sich die Veröffentlichung auch sparen können, denn zum einen hat der Zahn der Zeit an dem Titel genagt. Zum anderen vergassen die Designer, unzählige Ungereimtheiten zu entfernen.

Der erste Start

Pünktlich zum Verkaufsstart bot Just A Game auch schon einen ersten und über 300 MB grossen Patch an, welcher lustigerweise zu Fehlern bei der Installation führte. Wieder einige Tage mussten ins Land ziehen, mittlerweile funktioniert die Aktualisierung, die etliche grössere Fehler beseitigt. Am grundlegenden Spielkonzept ändert sich durch diese freilich nichts, aber das ist auch nicht das Problem von Deep Black. Vielmehr stimmen die Hauptmerkmale einfach nicht zufrieden. Das fängt schon bei der belanglosen Geschichte an. Als Tauchexperte und ehemaliger Elitesoldat soll Syrus Pierce gegen fiese Terroristen vorgehen. Die Organisation nennt sich Al-Azrad und hat ihre Hauptzentrale auf dem Meeresboden errichtet. Von dort aus planen die Schurken böse Dinge, unter anderem bauen sie das Erz Ignotum ab, welches für die Waffenproduktion und Herstellung von Drohnen, Cyborgs und anderen futuristischen Maschinen benötigt wird. Syrus erhält den Auftrag, das Unterseelabor zu infiltrieren, Beweise zu sammeln, Gegner zu töten und so weiter.

Dramaturgisch siedelt sich Deep Black im unteren Mittelfeld an, was auch an der dürftigen Synchronisation liegen mag. Eigentlich sind die Sprecher weitgehend bekannt, bei der mangelhaften Qualität des Spiels verging offenbar selbst den Profis die Lust an ihrer Arbeit. Dazu kommt ein lahmer Verlauf, der komplett auf Überraschungen oder gute Ideen verzichtet. Schade ums verschenkte Potential, denn das Kämpfen im Wasser hätte eine prima Basis für ein spannendes und unkonventionelleres Erlebnis sein können.

Einfallslos

Deep Black ist ein Action-Shooter, der aus der dritten Person gespielt wird. Im Gegensatz zu ähnlichen Genrevertretern muss man während der Kapitel nicht nur an Land Ballereien überstehen und sehr simple Aufgaben lösen, sondern auch direkt im Wasser herumschwimmen. Zum Glück steht Syrus ein schnieker Kampfanzug zur Verfügung, der ein wenig so aussieht wie der vom MasterChief. Geklaut sind auch die kreativarmen Quick-Time-Events, bei denen man im Nahkampf unter anderem mit einem Messer Drohnen und Gegner erledigt. Hier ist das wilde Tippen von Knöpfen auf dem Controller oder Tasten auf der Tastatur angesagt. Sonst aber schnappt man sich Schrotflinten, Maschinengewehre oder gar Granatwerfer, um Feinde in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Mit der Harpune wiederum aktiviert man Schalter oder ermordet Terroristen auf die heimtückische Art und Weise - aber in der Regel nur dann, wenn es von den Entwicklern vorgesehen ist.

Ein taktisches Vorgehen wird ohnehin nur suggeriert. Letztlich ist es egal, ob man wild um sich feuert oder versucht, sich an irgendwen heranzuschleichen. Sowieso ist die Intelligenz der Gegner unterirdisch, egal auf welchem Schwierigkeitsgrad. Und unfair wird es häufig, wenn man den Kontrahenten aus Versehen zu nahe kommt und man mit einem Quick-Time-Event wieder und wieder belästigt wird. Oftmals hat man keine Chance, auch weil das Deckungssystem nicht vernünftig funktioniert. An wichtigen Stellen stehen keine Barrieren herum, oder man landet aus Versehen hinter einem Schutzwall, obwohl dies gar nicht beabsichtigt war. Was dagegen funktioniert, das sind die eigentlichen Gefechte. Hier hält sich Deep Black an Genrestandards. Beispielsweise visiert man Gegner an, um sie dann zu erlegen. Das funktioniert immerhin ganz solide. Aber: Die Kämpfe sind sehr stupide und wiederholen sich permanent. Von intellektueller Herausforderung kann wahrlich nicht die Rede sein.

Deep Black
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Sven Wernicke

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Sven Wernicke am 15 Jun 2011 @ 18:20
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