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Defenders of Ardania : Review

  Personal Computer 

Mit Defenders of Ardania kommt ein wilder Mix zwischen Tower Defense und Tower Offense auf uns zu, der die Mäuse und Tastaturen zum Glühen bringen soll. Aber wie das so ist mit Theorie, Praxis, Werbetexten und Realität: einiges trifft zu, anderes trifft nicht mal ein Scheunentor.

Oh, guck an, da sind ja schon wieder Untote

Wer etwas verteidigen will, braucht Türme. Und wer etwas angreifen will, braucht Truppen. Diese beiden Komponenten treffen bei Defenders of Ardania aufeinander und werden durch eine simple Geschichte miteinander verbunden. Was zunächst nach einem Zwist zwischen zwei Königreichen aussieht, entpuppt sich als eine Bedrohung von Untoten, die sich mal wieder breitmachen wollen. Die Zahl der Gegner ist dabei vielfältig, weil es verschiedene Fraktionen gibt. Die gilt es zu bekämpfen, bis wir nach 18 Missionen die Welt der Zwerge, Elfen und Menschen gerettet haben, ohne dabei einen Ring in die Lava werfen zu müssen. Mal sind Minotauren unsere Gegner, mal andere Menschen, mal Wölfe, Panther und Bären. Meistens kommen aber die Untoten und wollen unsere Basis vernichten. Um das zu verhindern, haben wir eine Handvoll Türme, die wir strategisch platziert dem wütenden Mob in den Weg stellen. Zeitgleich können wir unsere Horden aussenden, um die Basis des Gegners dem Erdboden gleichzumachen. Gebaut werden darf nicht überall, sondern nur an einigen Stellen - aber wir können die Bauplätze erweitern, weil durch das Platzieren von Türmen weitere Flächen freigeschaltet werden. Dabei muss das Gitter mit den Bauplätzen erst mit F1 eingeschaltet werden. Ohne die Funktion sucht man permanent nach freien anwählbaren Quadraten, was das Gameplay mächtig bremst.

Die Auswahl bei Bauwerken und Truppen ist dabei überschaubar, und während die Türme mit automatisch erwirtschaftetem Gold aufgewertet werden können, erlangen die Truppen mit jedem Kampf mehr Erfahrungspunkte und steigen im Rang auf. Die Türme können zweimal aufgestuft werden - die Truppen steigen bis zu Rang 3 auf. Dann steht ein Held zur Verfügung, der mit deutlich verbesserten Attributen aufwartet, aber auch nicht beliebig oft auf das Feld geschickt werden kann.



Alle in der Kampagne absolvierten Missionen können einzeln angewählt und in drei Varianten noch einmal gespielt werden. Dazu gibt es auch noch einen Mehrspielermodus, der sich jedoch aufgrund fehlender Teilnehmer nicht testen liess. Im Gegensatz zur lauen und statischen KI könnte das aber noch mal für Schwung auf den 18 Karten sorgen.

Und jetzt auch noch Sprüche klopfen?

Was wäre ein Land der Fantasie, in dem es Menschen, Untote, Elfen und Zwergen gibt, ohne ein paar Zaubersprüche? Die stehen uns ebenfalls zur Verfügung: Wir können die Basis reparieren oder auch mit einem Blitzgewitter einem Haufen Feinde eine Menge Schaden zufügen oder dafür sorgen, dass unsere Türme für einen kurzen Zeitraum auf Hochtouren laufen. Nur drei Zaubersprüche - es ist also wie beim Rest des Spiels: Von allem ein bisschen, aber so richtig satt wird man dabei nicht.

Dabei bietet Defenders of Ardania gute Ansätze, die durch das ambivalente Spielprinzip intensiviert, aber eben auch nie ganz ausgeschöpft werden. Und es ist schon ärgerlich, dass die Spielbalance komplett stiefmütterlich behandelt wurde. So sind einige Karten im Solomodus innerhalb weniger Minuten zu bewältigen, für andere brauchen wir dann schon mal gern eine halbe Stunde. Das allein wäre nicht schlimm, wenn dabei nicht auffiele, dass es mit einer simplen Strategie extrem einfach ist, den Gegner zu besiegen. So gibt es Karten, auf denen wir einfach nur eine bestimmte Einheit in Massen aussenden müssen, um nach kurzer Zeit den Siegerbildschirm sehen zu können. Der Mix aus Abwehr und Angriff fällt in der Regel eher zugunsten der Offensive aus, was tiefschürfende Strategien ad absurdum führt und uns nur dazu bringt, Horden von Truppen auszusenden, um die Burg des Gegners einzuebnen. Gut, dass es ein Truppenlimit gibt, sodass es uns nicht zu leicht gemacht wird.

Defenders of Ardania
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Alexander Boedeker

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Alexander Boedeker am 03 Apr 2012 @ 17:20
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