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Deponia: Review

  Personal Computer 

Skurrile Protagonisten, stapelweise Schrott und ein mindestens genauso hoher Haufen Spass - Daedalic Entertainment führt vor, wie das "Haufenprinzip" der TV-Ludolfs noch besser in einem klassischen Adventure aufgeht.

The Whispered World, Edna Bricht Aus, Harveys Neue Augen - die Hamburger Adventure-Spezialisten von Daedalic Entertainment schaffen es immer wieder, mit ihren Spielen in einem Atemzug mit Klassikern wie The Secret of Monkey Island genannt zu werden. Zu Recht: Fans klassischen Point 'n' Click-Materials werden seit einigen Jahren regelrecht von den deutschen Spielemachern verwöhnt. Das Erfolgsrezept mit handgezeichneten Comicgrafiken, überzeichneten Figuren und knackigen Rätseln macht auch Deponia schmackhaft. Im neuesten Abenteuerspiel mutiert der Spieler zwischen haufenweise Müll und Schrott zum Fluchtverhelfer - dass Deponia Schrott ist, darf aber keineswegs als Verunglimpfung verstanden werden.

Flucht vom Messiplaneten

Rufus, Bastler und Schrottsammler, hat keinen Bock mehr auf all den Müll um sich herum und träumt von einem neuen Leben fern seiner schäbigen Behausung auf dem Schrottplatz. Wie schön wäre es doch oben in den "schwebenden Städten", Elysium, über der weltumspannenden Müllkippe Deponia. Kurzerhand packt Rufus im ersten Spielabschnitt ein paar Dinge zusammen und feuert sich mittels einer Rakete in den Himmel. Es folgt die Konfrontation mit finsteren Regierungsbeamten und einer fremden Schönheit - doch zunächst einmal der Absturz zurück auf den Heimatplaneten des tollpatschigen Rufus. In einem anderen Abschnitt der Deponie gerät der abenteuerlustige Antiheld in Verwechslungen, muss die schöne Goal von seinen Vorzügen überzeugen und Spieler schon mal als grosser Retter auf die Fortsetzung des Spiels vorbereiten - denn die ist für Deponia längst eingeplant.

Für Daedalic-Spiele üblich, präsentiert sich Deponia im Gewand kindlich anmutender Comicillustrationen. Überzeichnete, unwirkliche Figuren, fremdartige, deformierte Gebäude, Raumschiffe - eine Art Scheibenwelt, wie die aus der Feder des Romanautors Terry Pratchett. Ähnlich humoristisch geht's in und auf Deponia zu. Wenn etwa feurige Chilischoten nur mit Hilfsmitteln anzufassen sind oder Katzen in der hiesigen Poststelle Briefmarken anlecken, lässt sich erahnen, aus welcher Inspirationsquelle die Macher schöpfen.

Deponia ist für einige Lacher gut, auch wenn sich das Spiel zu Beginn etwas mühsam ins Herz des Spielers bohrt. Ähnlich wie bei The Whispered World sind die Synchronstimmen etwas gewöhnungsbedürftig, wirken wie die Grafik etwas kindlich, so mancher Spass noch bemüht. Das wird sich im Laufe des Abenteuers aber glücklicherweise noch ändern. Ein Anfreunden mit der Welt von Deponia gelingt spätestens im zweiten Spielabschnitt, wenn mehr Bewohner der Welt in amüsante Dialoge verwickelt werden und irrsinnige, aber durchaus doch irgendwie plausible Rätsel Abenteurer bei Laune halten.

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Thomas Richter


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Thomas Richter am 27 Jan 2012 @ 20:15
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