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Der Bahngigant - A Train 9: Review

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Seit gut 27 Jahren existiert die A-Train-Reihe, die vor allem in Japan überaus populär ist. Die Verkehrsmanagement-Simulation gilt als Inspirationsquelle für Maxis' SimCity-Serie und ähnlich geartete Titel wie beispielsweise das leider nicht mehr fortgesetzte Railroad Tycoon. Und jetzt gibt's die vorerst letzte A-Train-Ausgabe auch in hiesigen Gefilden - unter dem Namen Der Bahngigant. Und vorweg sei schon verraten: Das Spiel ist nichts für Weicheier.


Was für ein Einstieg!

In Japan ist A-Train 9 von Entwickler Artdink bereits seit 2010 erhältlich. UIG benötigte also fast zwei Jahre, um das Spiel für den deutschsprachigen Markt anzupassen. Davon merkt man allerdings nicht viel, denn abgesehen von der Lokalisierung fehlt es vor allem an einem wichtigen Punkt: einem richtigen Tutorial. Stattdessen wird man zu Beginn sozusagen in ein Auswahlfenster geworfen, in dem man sich eine vorgefertigte Stadt aussuchen oder selbst ein weitläufiges Gebiet erstellen kann. Und dann? Versteht man erst einmal im wahrsten Sinne des Wortes Bahnhof - vor allem hat man sich für eine Metropole oder eine leere Karte entschieden. Das umfangreiche Handbuch empfiehlt, die Gegebenheiten kennenzulernen, Menschenströme zu beobachten und Besonderheiten zu analysieren. Nur hilft das nicht viel, denn unübersichtlich und verwirrend sind die unglaublich vielen Optionen und Schalter.

Somit ist man dazu gezwungen, sich irgendwie zu orientieren. Und das dauert seine Zeit. Wissen muss man ebenfalls, dass es das elementare Ziel ist, mit seiner Stadt sowie der auszubauenden Bahnlinie Profit zu erwirtschaften. Gelangt man irgendwann ins Minus, hat man verloren. So einfach ist die Kernaussage, so schwierig die spielerische Umsetzung. Wer nur ein kleines Interesse an dem Genre hat oder bisher mit SimCity glücklich war, wird hier regelrecht vor den Kopf gestossen. Der Bahngigant richtet sich ganz klar an eine erfahrene Zielgruppe, die bemüht ist, den Anspruch und Tiefgang selbst zu erleben. Und erst dann kann so etwas wie Spass entstehen, der jedoch dazu führt, dass man so schnell nicht von dem Werk loskommt. Grobmotoriker und Spieler, die schnell Erfolge feiern wollen, sind hier fehl am Platz.

Jetzt aber ...

Das Faszinierende an Der Bahngigant ist ganz klar die Vielfalt an Möglichkeiten. Beim genaueren Betrachten offenbaren sich beispielsweise etliche (für den deutschen Markt auch angepasste) Sondermissionen und Aufgaben, die man optional erfüllen kann, möchte man nicht endlos spielen. Egal, ob man sich für ein Ziel entscheidet oder nicht, überzeugt der Titel durch eine erstaunliche Freiheit. Genügend Mammon vorausgesetzt, baut man diverse Produktionsgebäude, versorgt diese mit Energie und kümmert sich auch um Wohn- und Geschäftsgebiete. Das hat in der Tat etwas von SimCity, ist aber nicht der eigentliche Fokus des Spiels. Nur dann, wenn man Geld einnimmt, kann man dieses auch für die Entfaltung der Stadt ausgeben. Daher ist es das oberste Ziel, profitabel zu haushalten.

Der Bahngigant - A Train 9
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Sven Wernicke


Der-Bahngigant---A-Train-9


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Sven Wernicke am 29 Mrz 2012 @ 17:10
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