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Der Pate: Review

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Als sich Electronic Arts Anfang 2004 die Versoftungsrechte zu Francis Ford Coppolas Mafia-Epos Der Pate sicherte, hofften vor allem viele Fans von Illusion Softworks' Meisterwerk Mafia: The City of Lost Heaven auf ein neues Mafia-Actionspiel der Extraklasse. Seit vergangener Woche ist "Der Pate: Das Spiel" nun im Handel, kann jedoch nicht auf ganzer Linie überzeugen.

Vom Spielfilm zum Filmspiel

Als kleiner Junge müsst ihr mit ansehen, wie euer Vater von einem Mafia-Clan auf offener Strasse erschossen wird. Einige Jahre später, ihr seid mittlerweile zu einem jungen Mann herangewachsen, gibt euch Don Vito Corleone die Chance, für seine Familie zu arbeiten und den Mord an eurem Vater zu rächen. Anfangs noch ein kleiner Möchtegern-Gangster, steigt ihr nach und nach höher in der Hierarchie auf, bis ihr schliesslich selbst ein Don seid und ganz New York City beherrscht.

Bis dahin ist es freilich ein steiniger Weg, der allerdings sehr passend in die Geschichte der Filmtrilogie eingearbeitet wurde. Unterwegs werdet ihr immer wieder auf Schlüsselszenen treffen, die aus den Filmen bestens bekannt sein dürften. (Vorsicht, Spoiler!) Wer schmuggelte die Pistole in den Toiletten-Spülkasten des Restaurants, damit Michael Corleone den Drogenhändler und den Polizisten erschiessen konnte? Wie kam der abgetrennte Pferdekopf in das Bett des Filmproduzenten? Und auch die Krankenhaus-Szene mit dem schwerverletzten Don Vito kommt vor. (Spoiler-Ende!) An solchen und ähnlichen Stellen werdet ihr primär oder sekundär im Spielverlauf beteiligt. Vor allem für Kenner der Filme sind solche Situationen natürlich sehr interessant.

Doch zunächst steht sowieso erstmal die Charaktererstellung auf dem Plan. Ihr könnt aber nicht etwa die Charakterklasse oder die Fähigkeiten bestimmen, sondern das Aussehen eures Alter Ego. Vom Bauchumfang über die Nasenspitze bis hin zum Haaransatz könnt ihr euer Fantasie freien Lauf lassen und einen individuellen Anti-Helden erschaffen. Das Aussehen ist allerdings nicht in Stein gemeisselt und so dürfen auf Wunsch jederzeit Korrekturen vorgenommen werden. Der Charakter soll ab der Hälfte des Spiels graue Haare oder einen dickeren Bauch bekommen? Kein Problem!

Illegal? Sch...ganz egal!

Natürlich müsst ihr anfangs noch die Drecksarbeit der Corleones erledigen, ihr seid schliesslich nur ein kleiner Fisch und habt dementsprechend nichts zu melden. Wenn es also darum geht, ein paar Halbstarken die Fresse zu polieren oder einen Verräter zu eliminieren, seid ihr gerade gut genug. Später treten bekannte Charaktere, wie Pete Clemenza, Sonny Corleone und Tom Hagen, an euch heran und versorgen euch mit anspruchsvolleren und lukrativeren Aufträgen.

Lukrativ nicht bloss in finanzieller Hinsicht, denn Erfolge füllen nicht nur euer Geld-, sondern auch das Respektkonto, lassen euch im Rang aufsteigen und diverse Fähigkeiten verbessern. Richtig gelesen, denn auch ein paar Rollenspielelemente sind mit von der Partie. Mit Fähigkeitenpunkten dürft ihr stufenweise eure Cleverness, Gesundheit, Kampfkraft, Laufgeschwindigkeit und den Umgang mit Schusswaffen verbessern. Bevor ihr euch verseht, seid ihr vom tollpatschigen Handlanger zu einem mit Fäusten und Knarren sehr sicher agierenden Mitglied der Familie geworden und müsst dann auch entsprechend weniger von euren monatlichen Einkünften an die Corleones abdrücken.

Der Pate
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Daniel Boll

Tags:
Godfather

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Daniel Boll am 01 Apr 2006 @ 13:10
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