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Der Rote Baron: Review

  Personal Computer 

Manfred von Richthofen war im Ersten Weltkrieg der wohl erfolgreichste deutsche Kampfpilot und wurde als Der Rote Baron weltberühmt. Sein Leben wurde bereits mehrmals in Büchern und Filmen behandelt. Dynamix und Sierra feierten ausserdem Anfang der 1990er Jahre Erfolge mit der Flugsimulation Red Baron. Auch Davilex, Macher solcher Schrottprodukte wie GSG 9 Anti-Terror Force, nahm sich jüngst des Themas an und brachte kürzlich mit Der Rote Baron eine Arcade-Flugsimulation auf den Markt. Kollege Grunow war froh, dass dieses Testmuster ausnahmsweise nicht auf seinem Schreibtisch gelandet ist. Zu Recht?

Bis auf den Ersten Weltkrieg als Setting und die Doppeldecker als Kampfgerät hat das Spiel mit der Person Manfred Richthofen überhaupt nichts gemein. Ihr dürft aus insgesamt vier (fiktiven) Kampfpiloten wählen, die entweder auf britischer, französischer oder amerikanischer Seite kämpfen. Die Missionen bleiben unabhängig davon identisch.

Ihr startet mit eurem Doppeldecker direkt in der Luft und müsst zunächst in einem kurzen Tutorial einige kreisförmige Checkpoints durchfliegen. Habt ihr euch für ein Gamepad als Steuerungsmethode entschieden, werdet ihr euch zunächst wundern, wieso sich das Flugzeug wie ein Schwertransporter anfühlt. Jedenfalls sind selbst mit einem Analogstick weder präzises Zielen noch waghalsige Flugmanöver möglich.

Mit der Tastatur lassen sich hier weitaus bessere Erfolge erzielen, besonders genau und angenehm fühlt sich die Bedienung aber trotzdem zu keinem Zeitpunkt an. Zudem habt ihr lediglich die Wahl aus zwei festgelegten Tastenkonfigurationen. Die Maus kann zum Ballern und Bombenabwurf genutzt werden, fürs Fliegen oder Zielen solltet ihr den Nager aber besser nicht verwenden, da sich das Ganze dann als ziemlich schwammig und lahm herausstellt.

Wer Davilex-Spiele gewohnt ist, macht sich automatisch auf eine Grafik mit Augenkrebsgefahr gefasst. Auch Der Rote Baron ist da keine Ausnahme, sondern setzt im Gegenteil das sowieso niedrige Niveau noch ein ganzes Stück herab. Zwar löst ihr die Missionen in einem grossen Areal, in dem es keine Ladepausen gibt, jedoch sehen die Landschaften lieblos dahingeklatscht aus. Grünfläche so weit das Auge reicht, zwischendrin einige potthässliche Bitmap-Bäume, hier und da mal triste Polygon-Gebäude und schmale Flüsse. Da hätte meine kleine Schwester einfallsreichere Gebiete basteln können. Ein (schlechter) Witz ist auch der Flugzeugpropeller, der aus einer unanimierten (!) Grafik besteht. Lächerlich sind zudem die vielen farbigen Striche, die bei Gefechten durch die Gegend fliegen. Wie? Ach so, das sollen Schüsse sein! Pfui Teufel!

Der Rote Baron
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 29 Nov 2005 @ 04:46
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