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Desert Law: Review

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Nein, liebe Englisch-Legastheniker, es handelt sich bei Desert Law nicht um eine Wirtschaftssimulation, in der man Gesetzesentwürfe für Süssspeisen bearbeitet - da bräuchten wir noch ein 'S'. Desert Law in seiner vorliegenden Form ist viel mehr ein klassisches 2D-Echtzeit-Strategiespiel mit Rollenspiel-Elementen, das sich eines recht unverbrauchten Szenarios bedient. Ob das allerdings reicht, um sich im hart umkämpften Genre zu behaupten? Wir haben den Titel getestet und ordentlich Staub ins Gesicht bekommen.

Machen Mädels Max mad?

Desert Law spielt in einer nicht allzu fernen Zukunft. Die Rohstofffe und Energiereserven auf dem Planeten sind erschöpft, die Zivilisation ist zu Grunde gegangen. Der gesamte Erdball ist nur noch eine riesige Wüste, in der sich nur die härtesten Gangs behaupten können. Hauptfigur Brad ist einer dieser Haudegen und tingelt mit seinen Männern durch die Wüste, immer auf der Suche nach einem neuen Auftrag oder einem spassigen One Night Stand mit einer aufreizenden Schönheit. Dabei vergreift sich der raue Macho auch das eine oder andere Mal im Ton, auch wenn er eigentlich ein guter Kerl ist.

Brads Probleme beginnen, als Gangster in seiner Abwesenheit seine Siedlung überfallen, seine Freundin entführen und seinen Vater sterbend im Wüstensand zurücklassen. Ab jetzt gibt es für das Rauhbein kein Halten mehr und Brad begibt sich auf einen Rachefeldzug allererster Kajüte, um seinen Vater zu rächen und seine Freundin zu retten. Gut, wenn man sich dabei auf treue Freunde verlassen kann und so hat Brad einige harte Höllenhunde mit im Schlepptau, die ihren Freund, so gut es geht, unterstützen.

Über insgesamt dreissig Missionen zieht sich das Rachefeldzug von Sandmann Brad, ein ordentlicher Umfang also, der Strategiefans einige Zeit beschäftigen sollte, sofern sie sich auf den unkonventionellen Titel einlassen. Desert Law trotzt dabei dem Schönheitswahn im Strategiegenre und präsentiert sich mit Hilfe einer angestaubten Sudden Strike-Engine im guten alten 2D mit Bitmaps, Sprites und Krümeloptik. Überraschend ist dabei, dass man sich kaum an der antiquierten Präsentation stören wird, da dadurch ein gewisser Stil ins Spiel kommt, der dem trostlosen Wüstenabenteuer irgendwie gut zu Gesicht steht.

Schuss in den Ofen?

Brad hat, wie bereits erwähnt, viele Freunde im Gepäck. Im Spielverlauf unterstützen euch daher bis zu sechs Helden pro Mission, die allesamt wie in einem Rollenspiel Erfahrung sammeln und bestimmte Fähigkeiten verbessern können. Das haben die Helden den normalen Masseneinheiten voraus. Nachteil am versammelten Heldenbrimborium: geht auch nur einer der kauzigen Helfer über den Jordan, ist das Spiel verloren. Damit das nicht allzu schnell geschieht, sind Brad und seine Freunde aber meist in recht endzeitlichen Vehikeln unterwegs, die vermutlich nicht zufällig an Mad Max erinnern. Darüber hinaus ist der Schiwerigkeitsgrad des Strategie-Titels mehr als human. Die Gegnerintelligenz befindet sich auf Raumtemperatur, die Verbündeten sind viel zu stark - generell werden sich erfahrene Spieler an diesem Titel kaum die Zähne ausbeissen.

Desert Law
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Tobias Kuehnlein

Desert-Law


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Tobias Kuehnlein am 23 Jan 2007 @ 20:00
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