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Devastation: Review

  Personal Computer 


Im Jahr 2075 obliegt den Grosskonzernen der Erde Dank fortschrittlicher Technologie die Macht auf einem Planeten, dessen idyllische Momente ausgestorben zu sein scheinen. In den zum grossen Teil zerstörten Grossstädten hungert die Bevölkerung und lebt am Existenzminimum. Als Anführer einer kleinen Rebellentruppe geht ihr gegen die Konzerne vor, um als Robin Hood der Neuzeit für Gerechtigkeit zu sorgen.



Entsprechend zur Story präsentiert sich Devastation optisch in bedrückender Endzeit-Stimmung. Die unterschiedlichen Umgebungen wurden abwechslungsreich gestaltet und mit vielen Details versehen. Akkurate Texturen, schöne Lichteffekte oder lichtundurchlässige Nebelschwaden sorgen für die passende, düstere Atmosphäre in der durchweg ansprechenden Architektur der Stadt. Viel Mühe haben sich die Entwickler von Digitalo mit der integrierten Physik-Engine gegeben. Massenhaft Gegenstände lassen sich bewegen, zerstören oder gar im Kampf benutzen. Schnell wird eine Blechdose zur Ablenkung der Gegner in die Seitenstrasse geworfen, die unvorsichtigen Wachposten kommen aus ihrem Versteck und werden so zur leichten Beute. Weniger gelungen sind die teils zu kantig wirkenden Charaktere und deren oftmals zu schnellen und grobmotorischen Animationen.

Hab ich den nicht schonmal gesehen?

Da ballert ihr euch den Weg durch einen verwinkelten Stadtteil frei und wundert euch, dass die heranstürmenden Gegner einfach nicht weniger werden. Immer wieder tauchen sie vor euch auf, so langsam wird die Munition knapp und eure Lebensanzeige sinkt rapide gen Null. Ihr lauft um die nächste Häuserecke und endlich erkennt ihr den Grund für die enormen Gegnermassen. Die Klon-Technologie ist derart weit fortgeschritten, dass erledigte Angreifer wieder "respawnt" werden können. Ähnlich wie die Mumiensärge aus Diablo 2, ersparen euch ein paar gezielte Schüsse mit einer dicken Wumme ein neuerliches Auftauchen der Widersacher. Ab einem gewissen Zeitraum könnt ihr euch einen dieser mächtigen Generatoren angeln und müsst fortan nicht mehr so sehr auf euer Leben achten, werdet ihr doch in Sekundenbruchteilen wieder in die Schlacht geworfen. Hier haben die Entwickler einen Fehler gemacht, der Spannungsbogen nimmt rapide ab, wenn der Respawn-Generator ins Spiel kommt. Warum soll ich mich bei geringer Lebenspunktzahl noch anstrengen, wenn ich nach ein paar Sekunden gleich wieder mit voller Gesundheit "an Bord" bin? Zudem ziehen sich die Einsätze mit den Generatoren in späteren Leveln zu lange hin und wirken eher ermüdend und hektisch, als spannend und motivierend.

Devastation erinnert ein wenig an Red Faction, ein linearer Handlungsstrang verbunden mit Balleraktionen am laufenden Band sorgt für Beschäftigung. Rätseleinlagen sucht ihr vergeblich, ein schneller Finger an der Maustaste ist eher gefragt als Köpfchen, wenn ihr durch die insgesamt 21 Level hastet. Unterstützung erhaltet ihr im Kampf gegen die "Friedenstruppen" der Konzerne von anderen Charakteren, die sich euch im Verlaufe der linear gehaltenen Story anschliessen. Diesen könnt ihr einfache Befehle erteilen, was sich jedoch zumeist als wenig nützlich erweist. Die mässige KI eurer Mitstreiter (sowohl im Arcade-, als auch im Simulationsmodus) mindert den Spielspass an einigen Stellen. Da läuft euer Kumpan mitten hinein in die Gegnerschar und lässt sich ohne Deckung frohlockend niedermetzeln. Blöd, wenn laut Missionsziel kein Mitglied eurer Truppe ins Gras beissen darf, weil kein eigener Spawn-Generator zur Verfügung steht. Eure Feinde verhalten sich mitunter sehr geschickt, suchen Deckung und schiessen aus sicherer Entfernung auf euch. Doch einige Kamikaze-Angreifer stören den guten Eindruck und erinnern eher an Gegner aus Serious Sam, denn an intelligente Widersacher.

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Admin am 07 Mrz 2005 @ 17:39
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