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Die Kunst des Mordens - Geheimakte FBI: Review

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Sich in die Rolle einer Frau zu versetzen, fällt den meisten Männern schwer. Mit dem Spiel Geheimakte FBI ist das als FBI-Agentin aber gar nicht so schwer. Viele Rätsel werden hier auf Anhieb gelöst.

Wie gut, dass den guten alten Point 'n' Click-Adventures noch lange nicht die Puste ausgeht. Im Gegenteil: Es scheint, als hätten die Hersteller die Vorzüge von 2D-Grafiken neu entdeckt. Vor allem für einen Entwickler, der vermutlich gar nicht das nötige Geld für eine aufwändige und teure 3D-Engine hat, kann das Zurückgreifen auf sehr einfache Softwarelösungen von Vorteil sein. Etwa die Wintermute Engine. Die lässt sich frei und kostenlos herunterladen. Zwar ist das Spieldesign damit noch längst nicht bewältigt und auch die Grafiken müssen natürlich selbst erstellt werden. Aber das funktionierende Grundgerüst ist da. City Interactive hat sich diese Engine zunutze gemacht und Die Kunst des Mordens - Geheimakte FBI aus dem Hut gezaubert. Am Ende stellt sich heraus, dass ein Adventure noch lange kein Billigheimer sein muss, nur weil es auf der Grundlage freier Software aufgebaut ist. Seine Schwächen hat es trotzdem.

Die Kunst, ein gutes Adventure zu machen

Nicole Bonnet ist jung, hat gerade beim FBI angefangen und sieht auch ziemlich frisch aus. Schön, dass wenigstens die Agentin in ihrer sonst überwiegend zweidimensionalen Welt eine schöne Figur in der dritten Dimension macht. Denn Geheimakte FBI setzt, wie so viele Adventures ähnlicher Machart, auf statische, vorgerenderte und nachbearbeitete Hintergründe, wobei nur die aktiven Figuren minimal animiert als 3D-Modelle eingesetzt worden sind. Gleich zu Beginn ihrer Karriere wird Nicole in eine seltsame Mordserie verwickelt. Ihren Kollegen findet sie erschossen auf und weitere Mordopfer folgen. Alles deutet auf einen Ritualmörder hin. Die meisten Opfer sind ziemlich herzlos und kalt - im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Wahnsinniger hat ihnen jeweils mit einem aztekischen Ritualdolch die Herzen heraus geschnitten. Als Signatur hinterlässt der Täter an den Tatorten eine spanische Münze. Okay, das ist Stoff für eine interessante Rahmenhandlung. Zumindest in diesem Fall für ein Adventure.

Ihr steuert Bonnet von Bild zu Bild und sucht die Orte nach brauchbaren Gegenständen und Laufwegen ab. Was mitunter ganz einfach ist, da ihr dazu lediglich in der Menüleiste auf die Lupe klicken müsst. Daraufhin weisen Symbole auf dem Bildschirm auf wichtige Gegenstände oder Laufrouten hin. Einen Bildlauf gibt es nicht. Lediglich Bilderwechsel. Zwischendurch versüssen einige Filmsequenzen das sonst eher triste Abenteurerleben und hauchen dem Spiel Leben ein. Was auch bitter nötig ist. Den meisten Schauplätzen fehlt es schlicht und ergreifend an Leben und Bewegung. Personen sind im Spiel selten anzutreffen. Hier und dort schwirren mal ein paar Fliegen umher, Wolken ziehen über die Häuser oder Äste schaukeln gemächlich im Amazonasdschungel. Denn auch dorthin führen die Reisen Bonnets früher oder später. Ein beliebtes Reiseziel für etliche Adventure-Helden. Doch zunächst sind in New York die nötigsten Vorkehrungen zu treffen und Hinweise zu sammeln.

Die Kunst des Mordens - Geheimakte FBI
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Thomas Richter

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Thomas Richter am 23 Jan 2008 @ 10:35
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