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Die Siedler - Aufbruch der Kulturen: Review

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Dass man nicht jedem Trend als Entwickler von Unterhaltungssoftware hinterherprogrammieren muss, weiss Blue Byte spätestens seit vorletztem Jahr: 2006 erschien mit "Die Siedler II: Die nächste Generation" eine nur technisch auf den aktuellen Stand gebrachte Version von dem ein Jahrzehnt zuvor veröffentlichten Die Siedler II. Der Erfolg dieser Neuauflage war so gross, dass vor wenigen Tagen ein weiteres Spiel erschien, das auf dem mittlerweile zwölf Jahre alten Regelwerk basiert. Wir haben uns Die Siedler: Aufbruch der Kulturen genauer angesehen.

Der Gott Olympos ist böse. Kommerz und Doping machen seine olympischen Spiele kaputt. Er bereut es, seinen Namen für die Veranstaltung hergegeben zu haben und ist nur dann bereit, erneut das Sport-Event zu präsentieren, wenn drei Völker jeweils drei Aufgaben erfolgreich absolvieren. Als erstes Volk müssen die Bajuwaren retten, was noch zu retten ist.

Also schlüpft ihr in ihre Rolle, braut 60 Bier hier, errichtet fünf Festungen da und backt im nächsten Level 90 Brezeln. Die Aufgaben sind allesamt nett in die übertrieben auf lustig getrimmte Hintergrundgeschichte eingewoben, haben aber ein Problem: Es ist immer das gleiche zu tun. Zu Beginn gilt es, die Infrastruktur eurer Siedlung aufzubauen. Dann platziert ihr die notwendigen Gebäude und wartet, bis das Hauptmissionen-erfolgreich-erledigt-Fenster aufploppt. Erst im letzten Drittel der elf Levels, in deren Verlauf ihr neben den Bajuwaren auch in die Rolle der Ägypter und Schotten schlüpft, wird es durch die Komponente Krieg abwechslungsreicher. Wer nun einen Level erfolgreich abschliessen möchte, muss nicht nur warten, bis 150 Getreide-Einheiten ihren Weg ins Lager gefunden haben, sondern hat Soldaten auszubilden und sie zur richtigen Zeit in der richtigen Wachhütte platzieren.

Apropos Soldaten: Gekämpft wird einzig und alleine passiv. Wie im Klassiker Die Siedler II aus dem Jahre 1996 werden eure Nah- und Fernkampfeinheiten in Wachhütten, -türmen und Festungen platziert. Greift ein Gegner an, treten sie vor die Tür und fechten den Kampf aus. Ihr selbst könnt nur hoffen, dass ihr genügend Soldaten im Vorfeld produziert habt. Auch wenn ihr dem Gegner eins auf die Mütze geben wollt, bleibt euch nicht viel Entscheidungsfreiraum: Ihr wählt ein Angriffziel und der Rest wird ohne euer Zutun erledigt. Zwar fühlt sich dieses Kampfsystem etwas altbacken an und ist vor allem anfangs gewöhnungsbedürftig. Es passt aber zum restlichen Spiel, das an vielen Stellen spürbar einfach und einsteigerfreundlich daherkommt, dem Spieler die Arbeit aus der Hand nimmt und in die Rolle des Zuschauers befördert.

Die Siedler - Aufbruch der Kulturen
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Sebastian Hensel

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Sebastian Hensel am 16 Sep 2008 @ 18:00
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