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Driver - Parallel Lines: Review

  Personal Computer 

Wenn man im New York der späten 1970er-Jahre eine lukrative Karriere starten will, gibt es zwei Möglichkeiten. Man beginnt, sich sein Geld als Pizzafahrer zu verdienen und wartet auf ein anständiges Jobangebot oder man dehnt den Begriff von Recht und Ordnung ein wenig und heuert als Fahrer bei einem Gangstersyndikat an. Risikoreicher, aber gleichsam auch mit den höheren Aufstiegschancen verbunden, ist da wohl Option Nummer zwei. Das denkt sich auch T.K., Held von Ubisofts neuestem Driver-Titel Parallel Lines. Nun, ganz neu ist der nicht, erschien er immerhin bereits Anfang 2006 für die Xbox und die PlayStation 2. Über ein Jahr später folgen nun die Versionen für den PC sowie die Wii und wir sehen uns anhand der Portierung für die Windows-Maschinen an, ob die Entwickler aus ihren Fehlern gelernt haben.

Mit dir will ich nicht spielen!

Ob es an der filzigen 1970er-Matte, dem debilen Blick oder der grausigen deutschen Synchronstimme liegt, wissen wir nicht. Fakt ist, T.K. Ist kein Sympathie-Bolzen. Das ist nicht unbedingt schön für den Held eines PC-Spiels, doch immerhin reiht sich der gute Mann damit in die Tradition der Driver-Spiele nahtlos ein. Denn auch sein Vorgänger Tanner in Driver 3 war wahrlich alles andere als ein strahlender Held. Dennoch macht T.K. zumindest in den gerenderten Zwischensequenzen eine gute Figur. Das liegt aber eher an den Sequenzen an sich, als an T.K., denn die Filmchen sind so gut gemacht, dass man bei manchen Gesichtern zweimal hinschauen muss, um zu erkennen, dass es sich nach wie vor nur um computergenerierte Szenen handelt. Aber worum geht es überhaupt?

Wie schon eingangs angerissen, ist T.K. neu im Big Apple des Jahres 1978 und heuert als Fahrer bei ein paar Ganoven an. Die ersten Test-Aufgaben löst der Junge zur vollsten Zufriedenheit und schon warten die ersten echten Missionen auf ihn. Über dreissig Story-Missionen habt ihr in Driver: Parallel Lines zu absolvieren, ehe der Abspann über den Bildschirm flimmert. Damit das nicht allzu schnell passiert, gibt es zahlreiche Nebenmissionen, die ihr zwar nicht unbedingt erledigen müsst, aber durchaus einen ordentlichen Batzen Geld bringen und auch nicht langweilig sind. Dabei könnt ihr euch ganz banal als Taxifahrer verdingen - selbstverständlich mit einem geklauten Taxi - für Gangster-Kollegen Schutzgeld eintreiben oder einfach mal ein paar Hot Dog-Stände der Konkurrenz umnieten. Ähnlich abwechslungsreich sind auch die Hauptmissionen. Da müsst ihr einem Gefängniswärter durch einen rabiaten Fahrstil ein paar Informationen entlocken, einen Gefangenentransporter stehlen, ein Autorennen durch eure Teilnahme manipulieren oder mit einem Abschlepp-Truck ein paar noble Gangsterkarossen entwenden. Langweilig wird es also so schnell nicht, zumal ihr im nicht-linearen Gameplay meist die Möglichkeit habt, euch zu entscheiden, mit welcher Mission es weitergeht.

Ich glaube, ich versuch's nochmal!

Mit Driver: Parallel Lines bringen die Entwickler von Reflections den uneigenständigsten Teil der Serie auf den Markt. Denn hierfür hat man nun endgültig dreist von der GTA-Reihe kopiert, was ja aber nichts Schlechtes sein muss. Da die Fahrphysik, die seit jeher die grosse Stärke der Driver-Spiele ist, auch im aktuellen Teil hervorragend ist, muss sich das Spiel zumindest in dieser Hinsicht nicht hinter der Konkurrenz verstecken. Schwachpunkte der Reihe waren aber schon immer der frustrierend hohe Schwierigkeitsgrad und seit Driver 3 die nahezu unmöglich zu spielenden Missionen, in denen ihr per pedes unterwegs seit. Und wie sieht es nun in Parallel Lines aus? Nun, der Schwierigkeitsgrad wurde weitestgehend ein wenig entschärft, schwebt aber immer noch oberhalb der GTA-Konkurrenz.

Driver - Parallel Lines
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Tobias Kuehnlein

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Tobias Kuehnlein am 04 Aug 2007 @ 13:32
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