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Dungeon Lords: Review

  Personal Computer 

Zwischen Namen wie Richard Garriott (Ultima), Peter Molyneux (Black & White) und Sid Meier (Civilization) ist immer noch Platz für einen weiteren in der Ruhmeshalle der Produzenten: D. W. Bradley. Rund zwanzig Jahre Erfahrung mit Computer-Rollenspielen - ob sein neuster Geniestreich davon profitieren konnte?


Dungeon Lords ist Bradley. So ungefähr muss man das sehen, wenn man sich mit den Bradley-Klassikern, wie etwa Wizardry (Bane of the Cosmic Forge), einigermassen auskennt. Zahlreiche Rollenspiele für unterschiedliche Computersysteme hat der gute Mann bereits auf die Bildschirme gezaubert. Auch längst, bevor es unsere rasant schnellen PC gab. Denn Bradley spielt mit dem Ultima-Erfinder Richard Garriott (Lord British) in derselben Liga. Jüngst machte auch der Erfinder des C64-Klassikers The Bard's Tale wieder von sich reden. Brian Fargo stieg wie Phoenix aus der Asche empor, um uns mit einem komischen neuen Bard's Tale zu amüsieren. Das hat er tatsächlich auch geschafft. Im Gegensatz zu Fargo setzt Bradley mit Dungeon Lords auf altbewährte Mittel: Der Kampf von Gut gegen Böse, die Suche nach einer verschwundenen Frau und klassisch-ernstes Rollenspiel an und für sich. Wollen wir doch mal gucken, ob der Altmeister nicht längst schon altersschwach geworden ist.

Zurück in die Höhle

Wenn wir von einem klassischen Rollenspiel sprechen, dann meinen wir das auch. Das hört sich dann so an: Im fernen Land von Elfen, Menschen, Echsenwesen und Zwergen, ist die Tochter des regierenden Machthabers der menschlichen Rasse ausgebüchst. Natürlich nicht einfach so - kaum eine Frau lässt die Reichtümer, wie den königlichen Palast, einfach so hinter sich und wagt sich in gefährliche Gefilde. Vorher gab's also Zoff mit Daddy. Der wollte die Arme mit einem Mann seiner Wahl vermählen lassen. Dabei hatte das Mädel doch längst einen anderen im Auge. Schwupp, war sie auch schon weg. Nach Absprache mit ihrer Kammerzofe. Also stellt sich im Laufe des Spiels und in etlichen Dialogen mit den Bewohnern des Landes und der Hauptstadt der Menschen heraus, was zu tun ist. Ferner sind böse Mächte im Anmarsch, die zu allem Überfluss auch noch mitmischen wollen. Hat das etwa auch mit dem Verschwinden der Tochter des Lords zu tun? Das alles und noch viel mehr gilt es, für euch zu entdecken. Wenn ihr euch auf Dungeon Lords einlasst.

Schon vor dem eigentlichen Spielbeginn müsst ihr euch für eine der zahlreichen Rassen und Klassen für euren Werdegang entscheiden. Die Wahl hat entscheidenden Einfluss auf den weiteren Spielverlauf, da Dungeon Lords mit einem sehr komplexen Fähigkeitensystem glänzt. Als guter Allrounder in den Werten zählt hier nach wie vor die Menschenrasse. Zwerge sind natürlich hervorragende Nahkämpfer und Elfen gute Magier. So genannte Urgoths taugen allein zum Kämpfen - für die Rolle eines Schurken oder Magiers sind sie zu dumm. Gute Schurken hingegen geben Zauren ab, eine echsenähnliche Rasse. Sieben Rassen erschweren schon zu Beginn den Spielstart, denn in dem Wust aus Werten und Möglichkeiten muss man erst einmal durchsteigen. Wer will, kann auch auf vorgefertigte Charaktere zurückgreifen. Eigentlich hätte es laut Spielmenü auch möglich sein sollen, Modifikationen am Aussehen vorzunehmen. Aber etliche Bemühungen an den Reglern für Haar- oder Hautfarbe brachten kein Ergebnis. Die Regler waren inaktiv. Ein halbfertiges Spiel?

Dungeon Lords
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Thomas Richter

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Thomas Richter am 07 Jul 2005 @ 23:39
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