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Earthrise - First Impact: Review

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MMOs gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, jedoch hat es der Markt schwer, sich gegen die Konkurrenz eines World of Warcraft durchzusetzen und Fuss zu fassen. Die bulgarischen Entwickler der Masthead Studios schicken mit Earthrise ein weiteres MMORPG ins Rennen, welches sich im Genre behaupten und einen Namen machen möchte. Wir haben uns den Titel ein wenig genauer angeschaut und erläutern euch im folgenden Test, wie uns der Ausflug in die virtuelle Welt von Earthrise gefallen hat.

Düstere Zukunft

Das Setting von Earthrise entführt uns in eine postapokalyptische Zukunft. Der Dritte Weltkrieg ist bereits Geschichte, die Auswirkungen auf die restliche Weltbevölkerung sind immens, denn der einzige noch bewohnbare Flecken Land auf dieser zerstörten Welt ist die Insel Enterra. Die unterdrückende Regierung, die sich selbst Continoma nennt, versucht durch gezieltes Klonen Ordnung ins Chaos zu bringen und Herr der Lage zu sein. Mit Hilfe einer ausgeklügelten Technik werden sämtliche Persönlichkeiten und Eigenschaften der Menschen zentral gespeichert, und beim Ableben werden diese Infos in einen neuen Klon übertragen. Continoma sieht sich selbst als Bewahrer der Menschheit. Wer sich der Kriminalität zuwendet, wird fortan aus der zentralen Datenbank gelöscht - ein Klonprozess ist damit ausgeschlossen. Die Regierung nutzt die Klone primär als Arbeitssklaven, was natürlich nicht allen passt und weshalb sich ein Teil der Bevölkerung absplittet und als Konterpart in diesem Konflikt auftritt. Sie nennen sich die Noir.

Earthrise ist eine komplett offene Welt. Instanzen oder abgegrenzte Bereiche gibt es nicht, die Welt ist komplett frei begehbar und wird von ihren Bewohnern individuell gestaltet. Auch verzichteten die Masthead Studios auf irgendwelche Klassen und Stufen, einzig eure Fähigkeiten und Talente machen den Unterschied im Gefecht aus. Ihr habt die Qual der Wahl aus Hunderten von verschiedenen Skills, wobei ihr euch entscheiden könnt, ob ihr eure Widersacher eher im Nahkampf oder im Fernkampf erledigen wollt. Segnet ihr das Zeitliche, werdet ihr an einer nahen Klonstation neu erschaffen, könnt zurück zu eurem alten Körper laufen und euch eure Gegenstände zurückholen. Die Entwickler haben hier aber eine kleine Gemeinheit eingebaut, die auch schnell in Frust ausarten kann. Ihr verliert nämlich beim Ableben zufällige Gegenstände. Dem entgegenwirken könnt ihr, indem eure wertvollsten Gegenstände versichert, um so den Verlust einzugrenzen. Gerade beim Sammeln von Gegenständen, die ihr zum Beispiel zum Herstellen von Rüstungen oder Waffen braucht, lohnt sich diese Investition.

Earthrise - First Impact Bild
In Earthrise gibt es nur eine Handvoll storyrelevanter Quests, die meisten Aufträge laufen nach dem Motto "Töte 5 Viecher dort, 5 Viecher dahinten, sammle x Gegenstände ein und bringe diese zurück" ab. Wer keine Lust auf Quests hat, der sucht sich einfach Gegner und erledigt diese, denn sowohl für Quests wie auch für das Ausschalten von Gegnern erhaltet ihr Skill-Punkte, mit denen ihr eure Fähigkeiten ausbauen und später auch mächtigere Waffen und Rüstungen tragen könnt. Das sehr komplexe Skillsystem geht allerdings noch tiefer ins Detail. So gibt es neben aktiven auch passive Fähigkeiten. Letztere sind im Genre nichts Ungewöhnliches oder Spektakuläres, allerdings entfalten die Talente beim Erlernen nicht ihr volles Potenzial, denn das erreicht ihr nur, wenn ihr weitere Punkte in die sogenannten Taktiken steckt, die die Fähigkeiten nochmals aufbohren. Dadurch könnt ihr etwa eure Angriffsgeschwindigkeitnoch weiter erhöhen.

Auch ein Wirtschaftssystem ist in Earthrise vorhanden, das allerdings ganz allein von den Spielern verwaltet wird. Dies geschieht mit Hilfe eines Crafting-Systems, mit dem man neue Waffen oder Ausrüstungsteile erstellt. Während des Spiels fallen so gut wie überhaupt keine Waffen oder Rüstungen als Quest-Belohnungen ab, ihr seid somit auf euch selbst oder andere Spieler angewiesen, die ihre Fähigkeiten gegen bare Münze anbieten. Theoretisch klingt dies sehr spannend, setzt aber eine grosse Spielerökonomie voraus, die Earthrise einfach nicht bietet und die nicht so funktioniert, wie die Entwickler es dachten. Wenn ihr euch dafür entscheidet, eure Gegenstände selbst herzustellen, werdet ihr sehr schnell merken, dass euch dies vor sehr grosse Aufgaben stellt. Einerseits müsst ihr die erhältlichen Crafting-Vorlagen erst einmal mit Hilfe von Credits und Crafting-Punkten freischalten, um einen Gegenstand herstellen zu können. Darüber hinaus bedarf es in der Regel weiterer Gegenstände, die auf eurem neuen aufbauen. Diese müsst ihr allerdings auch erst freischalten und die nötigen Materialien sammeln. Das Ganze stellt einen enormen Zeitaufwand dar, der allerdings auch seine Reize hat, sofern man den Überblick bei den zahllosen Menüs behält und daran seinen Spass findet.

Earthrise - First Impact
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Marco Peters

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Marco Peters am 01 Aug 2011 @ 21:09
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