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Eets: Hunger. It's emotional: Review

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Der Spieletester an sich ist ein skeptisches und von Vorurteilen geprägtes, missverstandenes Individuum. Wenn er ein Spiel auf seinen Schreibtisch bekommt, besitzt er die Fähigkeit, rein subjektiv einen ersten Eindruck des Titels zu gewinnen, nur indem er sich die Verpackung kurz ansieht. Und was genau haben wir hier? Eets - Hunger. It's emotional. Merkwürdiger Titel, merkwürdiges Covermotiv und ein Entwickler, von dem bisher kein Mensch etwas gehört hat: klei interactive. Klingt gehaltvoll. Ob dieses ersten Eindrucks bedient sich der Spieletester im Geiste, objektiv wie er eben ist, schon einmal des imaginären Knopfes in den Wertungskeller. Doch halt, warum so vorschnell? Ausnahmen bekommen - pardon - bestätigen immerhin die Regel.

Herrje, was bist du denn?

Was ist klein, weiss und ziemlich launisch? Ein Tischtennisball? Mitnichten, auch wenn Klein-Eets, eine Mischung aus Zwergpinscher und tasmanischem Teufel und Protagonist eben diesen Spiels, entfernt Ähnlichkeit mit einem Ping-Pong-Bällchen hat. Einen entscheidenden Unterschied gibt es jedoch. Eets hat Hunger und frisst somit gerne. Damit das nicht der einzige Unterschied zwischen ihm und einem Tischtennisball bleibt, sei noch erwähnt, dass Eets zu allem Überfluss auch noch sehr emotional ist und sich bei seinen Aktionen von seinem aktuellen Gemütszustand leiten lässt.

Kommen wir zum Punkt. Eets ist ein Denk- und Knobelspiel, dass sich am ehesten als eine Mischung aus den Klassikern Lemmings und The Incredible Machine beschreiben lässt. Das Spiel bietet dabei rund hundertzwanzig verschiedene Puzzles und Aufgaben, aufgeteilt in vier verschiedene Schwierigkeitsstufen. Bei der Auswahl der Aufgaben seit ihr nur ab und zu an eine strikte Reihenfolge gebunden, meist könnt ihr Euch innerhalb einer vorgegebenen Anzahl frei für die nächste Mission entscheiden. Ziel in jedem Level ist es, ein orangefarbenes Puzzleteil zu erreichen. Immerhin wurden alle Puzzles dieser Welt zerstört und sollen nun wieder zusammengesetzt werden. Eets ist beim Bewältigen dieser enormen Aufgabe prinzipiell sehr gut gelaunt, läuft automatisch in die richtige Richtung und überquert Schluchten und Abgründe mit einem grossen Satz. Aber Eets findet auf seinem Weg immer wieder unterschiedliche Marshmallows, die seinen emotionalen Zustand rapide ändern. Frisst Eets einen roten, scharfen Marshmallow, wird er wütend und kann dadurch grössere Sprünge bewältigen. Futtert der kleine weisse Knödel eine gelbe Süssigkeit, bleibt oder wird Eets wieder gut gelaunt und ein grüner Marshmallow flösst dem kleinen Eets enorme Angst ein, so dass er nur noch langsam läuft und an Abgründen die Richtung ändert.

Wenn Schweine niessen und Wolken schiessen...

Diese Süssigkeiten sind in den Levels entweder bereits vorpositioniert oder müssen vom Spieler erst korrekt verteilt werden, bevor Eets losläuft. Wann er das tut, bestimmt ihr selbst durch einen Klick auf den Los-Button. Um alle Süssigkeiten richtig zu verteilen, habt ihr also soviel Zeit, wie ihr wollt. Die Anordnung sollte allerdings gut überlegt werden, denn wenn Eets loslegt, ist er nicht mehr zu bremsen. Stürzt das kleine Vieh ab oder wird es aus dem Bildschirm geschleudert, ist es Zeit für einen zweiten Versuch.

Was für die Marshmallows gilt, gilt auch für zahlreiche andere Objekte, die Eets auf seinem Weg zum Puzzlestück helfen. Da wären unter anderem die Juxwale, die Eets auf Kommando verschlucken und ihn dann hoch in die Luft schleudern, recht empfindliche Schafe, die bei der kleinsten Berührung ein explosives Minischaf aus ihrem Hintern abfeuern und Schokowolken, die auf Wunsch des Spielers kleine Schokostückchen abfeuern. Diese und viele andere Objekte müssen auf die kuriosesten Arten positioniert und kombiniert werden, um Eets stets erfolgreich und unbeschadet zum Ziel zu führen. Am unteren Bildrand behält der Spieler stets die Übersicht über die Objekte, die ihm für den aktuellen Level zur Verfügung stehen. Dabei werden die vielen Levels langsam, aber sicher richtig knackig und beanspruchen schnell jede einzelne graue Zelle. Umso grösser ist das Aha-Erlebnis, wenn am Ende alles funktioniert hat.

Eets: Hunger. It's emotional
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Tobias Kuehnlein

Eets-Hunger.-Its-emotional


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Tobias Kuehnlein am 02 Jun 2006 @ 15:06
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