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Elements of War: Review

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Terroristen! Krieg! Öl! Wann immer die scheinbare Ungerechtigkeit irgendwo auf der Welt ihr hässliches Gesicht zeigt, kommt Weltenpolizist US Army vorbei und sorgt für Gerechtigkeit. Maschinengewehre für den Frieden! Bombenteppiche zum Auskleiden des heimischen Wohnzimmers, und Bombentrichter zum (Wieder-)Einfüllen roten Lebenssaftes in geschundene Körper. Doof nur, wenn einem das Wetter in die Quere kommt.

Womit wir auch bei der Geschichte von Elements of War wären: Leider Gottes haben es die Amerikaner (einmal mehr) übertrieben und konnten ihre Pfoten nicht von der attraktiven Möglichkeit lassen, das Wetter nach ihrem Gutdünken zu beeinflussen. Was der Chinese wenige Tage vor der Eröffnung der Olympiade 2008 schaffte, kann der US-Bürger auch, und zwar viel, viel besser. Tornados hier, Sandstürme da. Zur Maximierung des Ernte-Ertrages ein zünftiger Regenschauer, und wenn der Strom knapp wird, knipst man eben Gewitterwolken an. Schade nur, dass das Experiment vollkommen ausser Kontrolle gerät und das Horrorszenaro eines jeden Umweltschützers im Zeitraffer Realität wird: ein Klimawandel im Eiltempo.

Elements of War Bild

Und deshalb starben die Menschen aus ...

Elements of War bietet ohne Zweifel ein interessantes, recht unverbrauchtes Szenario (von Maelstrom vielleicht einmal abgesehen). Was nach einer langen Produktionszeit herauskam, ist aber mehr B-Movie als 2012-Hommage und spottet jeglicher Logik schon im Intro. Euer Alter Ego, ein gestandener Soldat und nach der urplötzlichen Auslöschung des obersten Kommandostabes wichtigste Person in der Armee, muss nach Abbruch seines nur wenige Tage umspannenden Urlaubs die grundlegendsten Militärtechniken erlernen. Beispielsweise, wie man einer Einheit überhaupt einen Befehl gibt. Rosige Aussichten für den letzten staatlichen Global Player auf dem Erdenrund.

Und - oh nein! - in der ersten Mission gilt es, zwei gestohlene Laster zu sichern und Öl-Banditen über den Jordan zu schicken. Was jeden Kommandeur dazu animieren würde, irre lachend den roten Knopf zu betätigen und die Möchtergernterroristen mit Cruise Missiles zu bombardieren, wird zum Kraftakt mit einer idiotischen Rumpfarmee. Idiotisch deshalb, weil die Wegfindung ein einziger Witz ist. Klar, jeder Soldat träumt einmal davon, ohne Restriktionen querfeldein brettern zu dürfen und dabei alles mitzunehmen, was so vor seinen Kühlergrill läuft. Wenn aber Berufsrambo im Hummer auf dem Weg zum Hobbyterroristen die halbe Siedlung abreisst, die es zu beschützen gilt, zeugt dies nicht von herausragender Intelligenz. Im Gefecht fehlt denn auch sämtliche Fortune. Statt mit dem Panzer über andere drüberzurollen, versucht der Fahrer sich elegant um die Gegner zu schlängeln und macht sich so unnötig verwundbar. Die MG-Schützen liegen derweil zwei Hecken weiter im Gras und lassen sich vom Leben entmutigt mit Blei vollpumpen. Insofern ist Elements of War ein einziges Trauerspiel, das von einer miesen Synchronisation und noch mieseren Rahmenhandlung getoppt wird.

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Daniel Wendorf

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Daniel Wendorf am 10 Mai 2011 @ 21:54
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