GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Europa Universalis IV: Review

  Personal Computer 

Wer Civilization als anspruchsvolles Spiel betitelt, hat noch nie ein Paradox-Spiel gespielt. Nach dem überaus guten wie erfolgreichen Crusader Kings II kommt mit Europa Universalis IV das nächste Komplexitätsmonster. Dabei wird jeder Neuling von der Weltpolitik direkt mal in die Mangel genommen.

Interaktive Weltgeschichte

Zu Beginn sieht Europa Universalis IV gar nicht so anders aus wie das etwas über ein Jahr alte Crusader Kings II. Eine schicke 3D-Europa-Karte dient uns als Reissbrett für unsere Welteroberungspläne, Staaten unterteilen sich in Regionen, die Übersicht selbst lässt sich mit vielen Informationen einfärben. So weit, so bekannt. Doch dann rauschen die Ereignisse rein. Historisch exakt begehren hier religiöse Fanatiker und Freiheitskämpfer auf, das Land spaltet sich. Das gesamte Militär wurde aber schon abgezogen, um ein fremdes Land zu erobern. Dann wird das eigene Volk dem Krieg überdrüssig, der Einheitennachschub stockt, das Geld geht aus, die Zufriedenheit sinkt, wir sind am Ende. Was ist passiert? Ganz klar: Wir haben gespielt, wie wir es gewohnt sind.

Keine Entscheidung ohne Konsequenz

In dem eben geschilderten Fall ist es einfach: Wir wollten zu viel, zu schnell. Anstatt uns zunächst auf das eigene Land zu konzentrieren und es zu stabilisieren, haben wir direkt mal den Krieg mit der Welt aufgenommen. Man will ja immerhin Welteneroberer sein. Doch die Zeit muss man sich erst mal nehmen können. Während Länder wie Grossbritannien etwas leichter zusammenzuhalten sind, sind insbesondere die Nahostländer schwierig zu vereinen. Hier treffen unterschiedliche Religionen und Volksstämme zusammen, die gerne mal aufbegehren. Und wer im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, der weiss, dass da zwischen 1440 und 1820 jede Menge passiert ist.

Und so muss sich der Spieler daran gewöhnen, dass sein Spiel nicht nur durch die eigenen, sondern auch durch fremde Entscheidungen geprägt wird. Das mag auf den ersten Blick unfair wirken, ist aber ein interessanter Ansatz. Die Parteien wirken so herrlich unbalanciert und mit so unterschiedlichen Grundvoraussetzungen ausgestattet, dass jedes Spiel mit einer anderen Nation zu einem neuen Spiel wird. Im 32-Spieler-Modus wird die Wahl dadurch natürlich noch viel wichtiger.

Generell gilt also schon bei der Nationenwahl: Keine Entscheidung ohne Konsequenz. Im Spiel wird das dann noch deutlicher: Innen- sowie Aussenpolitik, Militär, Diplomatie und Forschung - alle Segmente verlangen nach eurer Aufmerksamkeit. Kriege beginnen ohne einen guten Grund? Das ist nicht gut für das Ansehen. Jeder Religion im eigenen Land dieselben Rechte einräumen? Eine Mission, die Jahre dauern sowie fanatische und konservative Bürger aus der Ruhe bringen kann. Weltfrieden? Vergesst es!

Europa Universalis IV
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Patrik Nordsiek

Europa-Universalis-IV


Europa-Universalis-IV


Europa-Universalis-IV


Europa-Universalis-IV


Patrik Nordsiek am 17 Sep 2013 @ 19:04
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen