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Evil Days of Luckless John: Review

  Personal Computer 

Im Mai 2005 wurde es als Raiders of the Lost Casino angekündigt und Ende desselben Jahres in Osteuropa veröffentlicht. Mit Erfolg, wie diverse Topwertungen der europäischen Nachbarn belegen. Mittlerweile ist eine deutsche Version unter dem Titel Evil Days of Luckless John erschienen. Unbeirrt aller Vorschusslorbeeren haben wir uns an den Test des Action-Adventures herangewagt. Was dabei herausgekommen ist? Lest selbst...

Fluch oder Folter?

Zunächst einmal muss die Frage erlaubt sein, was zum Teufel sich manch ein Hersteller in letzter Zeit bei der Steuerung in Adventure-Titeln gedacht hat. Dead Reefs folterte uns erst kürzlich mit einer unnötig komplizierten Tastaturbedienung, die jedoch im Vergleich zu Evil Days of Luckless John fast schon einen Award verdienen müsste. Dabei würde man es dem Action-Adventure auf den ersten Blick gar nicht zutrauen, stellt es euch doch vor die Wahl, ob ihr mit Keyboard, Maus oder Gamepad spielen möchten. Im Spielverlauf werdet ihr jedoch merken, dass optimalerweise alle drei Eingabegeräte vorhanden sein sollten, um bestimmte Situationen zu meistern. Hierzu gleich mehr.

Glück im Pech?

Johnny Majer heisst die Hauptfigur. Der erfolglose Hausierer erbt eines Tages ein Casino, wird jedoch von der Mafia aus dem Geschäft verdrängt und landet im Knast, nachdem der Polizeichef geschmiert wurde. Johnny mag zwar ein Pechvogel sein, lässt diese Dreistigkeit jedoch nicht auf sich sitzen und will nun mit allen Mitteln versuchen, sein Casino zurückzubekommen.

Der Weg dahin wird sehr storylastig in Szene gesetzt. Viele Aktionen haben eine Zwischensequenz zur Folge. Im Prinzip würde das Spiel als interaktive Action-Kömodie durchgehen, wären da nicht design- und steuerungstechnische Hürden. Meist seht ihr das Geschehen aus einer festen Kameraperspektive, die jedoch gerne und oft so ungünstig wechselt, dass ihr zwangsläufig nicht mehr in die gewünschte Richtung lauft, sondern einen unfreiwilligen Kurswechsel vornehmt. Natürlich korrigiert ihr diesen direkt wieder, was den Eindruck erweckt, der gute Johnny würde umhertorkeln. Hierbei macht es kaum einen Unterschied, für welche Steuerungsmethode ihr euch entscheidet. Das Ganze fühlt sich einfach immer sehr unpräzise an.

Während klassische Rätsel auf dem Programm stehen, ist die verhunzte Bedienung weniger ein Problem. Ihr streift wie in seligen Grim Fandango-Zeiten durch die Räumlichkeiten. Sobald Johnny in der Nähe eines interessanten Objekts steht, blickt er in dessen Richtung. Zusätzlich erscheint ein Symbol. Auf Tasten- oder Knopfdruck wird dann interagiert. Weiss euer Antiheld mal nichts mit einem Gegenstand anzufangen, muss er ihn wahrscheinlich mit etwas aus dem Inventar kombinieren. Da das Adventure von der witzigen Sorte ist, können da schon mal ziemlich skurrile Dinge bei herauskommen. Um etwa einen Schrank aufzubrechen, wird kurzerhand eine Dose mit explosiven Bohnen zweckentfremdet. Die meisten Charaktere sind nicht minder abgedreht. So möchte ein kauziger Klavierspieler nur mit Leuten sprechen, die einen langen Vollbart haben. Zufälligerweise hättet ihr Zugriff auf eine tiefgekühlte bärtige Leiche...

Evil Days of Luckless John
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 09 Aug 2007 @ 02:15
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